Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, zeigt sich befremdet über die Erklärung des ZDF-Intendanten Dr. Thomas Bellut zum App-Streit.
Laut Unternehmenssprecherin Simone Bellingröhr erklärte Christian Nienhaus am7. Mai in Essen, Belluts Amtsvorgänger Markus Schächter habe an den beiden letzten Verhandlungsrunden gemeinsam mit den ARD-Intendanten Monika Piel, Lutz Marmor und Ulrich Wilhelm und den Vertretern der Zeitungsverleger teilgenommen. Dort sei Wort für Wort der Text einer „Gemeinsamen Erklärung“ abgestimmt worden. Nach beiden Verhandlungsrunden sei der damalige ZDF-Intendant Schächter später von den jeweils erzielten Verhandlungsergebnissen abgerückt. Daher sei die Erklärung von Herrn Bellut, er warte auf einen neuen Verhandlungstermin, völlig unverständlich. Wenn das ZDF zu den erzielten Verhandlungsergebnissen nicht stehe oder von den eigenen Gremien gestoppt werde, machten weitere Verhandlungen keinen Sinn und fänden auch nicht statt.
Die Verhandlungen seien nicht von den Verlegern für beendet erklärt worden, betonte Nienhaus, vielmehr hätten die Intendanten von ARD und ZDF die Verhandlungsergebnisse immer wieder in Frage gestellt und den bereits verabredeten Termin zur Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung“ abgesagt. Nachverhandlungen lehnte Christian Nienhaus ab.