BDZV-Jahrespressekonferenz:
Große Herausforderungen im Markt - Forderungen an die Politik
Zeitungen auf Tablets sind wichtiger Teil der Digitalstrategie
Die Übertragung von Zeitungsinhalten auf Tablets ist wesentlicher Bestandteil der Digitalstrategien der deutschen Zeitungsverlage. „Elektronische Lesegeräte gehören zu den Hoffnungsträgern der Zeitungsbranche“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff, am 13. Juli 2010 in Berlin bei der Jahrespressekonferenz der Organisation.
Durch die Einführung des iPad von Apple habe das Publizieren auf elektronischen Displays eine neue Dimension erreicht. In den Verlagen werde intensiv an Inhalten, Design und Vermarktungsmodellen gearbeitet. Die gesamte Branche bewege sich in einer wichtigen Experimentierphase. Es bestehe Konsens, dass die neuen Tablets große Chancen böten, das klassische Geschäftsmodell der Zeitung, nämlich Vertriebserlöse plus Werbeerlöse, in die digitale Welt zu übertragen.
Der Leiter Kommunikation + Multimedia des BDZV, Hans-Joachim Fuhrmann, machte deutlich, dass die Verlage beim E-Publishing mehr sein wollen als reine Inhalteanbieter. „Sie wollen auf den neuen digitalen Plattformen die Beziehung zu ihren Kunden behalten und die Verkaufspreise für ihre Produkte ebenso selbst bestimmen wie die Entwicklung des Anzeigengeschäfts.“ Darüber müsse mit den externen Plattformbetreibern verhandelt werden. Wichtig sei, dass die Verlagsangebote ohne technische Hindernisse möglichst auf allen attraktiven Plattformen und Endgeräten präsentiert werden könnten. Vorstellbar seien auch Kooperationen von Verlagen zur Einrichtung eines E-Kiosks für Presseprodukte.