VBZV-Newsletter 39/2025

I. Verlagswirtschaft

Reichweitenpower 2025: TZ-Konvergenzdatei unterstreicht Relevanz von Zeitungstiteln – Wöchentliche Reichweite von 78 Prozent

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma) hat neue Zahlen zur konvergenten Nutzung von Tageszeitungen veröffentlicht. Die neueste Version der Datei, die ab sofort verfügbar ist, liefert kombinierte Print- und Digitalreichweiten für Tageszeitungen. Zum ersten Mal sind dabei auch die digitalen Reichweitendaten aus der Digitalen Nutzungsstudie der agma integriert.

Die Tageszeitungs-Konvergenzdatei basiert auf den aktuellen Daten der ma 2025 Tageszeitungen sowie auf den Ergebnissen der Digitalen Nutzungsstudie der agma (DNA) für das erste Halbjahr 2025. Die Reichweiten für Print und Digital werden dabei so kombiniert, dass Überschneidungen valide berücksichtigt werden: In dem aufwändigen Fusionsverfahren wird genau ermittelt, wie viele Leser beide Kanäle nutzen – und wie viele nur einen Kanal. Neben Einzelreichweiten und kombinierten Print-/Digitalwerten gibt es zudem Auswertungen für regionale Untereinheiten der Zeitungstitel.

Alexander Potgeter, Vorstand Tageszeitungen der agma, erklärt: „Ich bin sehr erfreut, dass wir nach einer methodischen Pause im vergangenen Jahr die TZ-Konvergenzdatei jetzt in optimierter Form wieder anbieten können. Das zeigt, dass Zeitungen ihre Wirkung längst über klassische Mediengattungen hinaus entfalten. Die agma hat die Zeit genutzt, um das Konzept weiterzuentwickeln und die digitale Datenbasis grundlegend zu erneuern. Erstmals fußt die digitale Datenbasis auf der innovativen DNA-Studie – ein bedeutender Schritt für eine zeitgemäße, crossmediale Reichweitenmessung. Damit setzen wir ein klares Signal für Fortschritt und Modernisierung der Reichweitenmessung im Zeitungsmarkt.“

Nach der neuen Auswertung erreichen Zeitungen täglich 54,4 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. In der Woche sind es sogar 78,0 Prozent, was über 55 Millionen Menschen entspricht (55,41 Mio.). Besonders beliebt sind regionale Abonnementzeitungen: 46,3 Prozent der Deutschen lesen diese Titel täglich und 69,6 Prozent nutzen sie zumindest wöchentlich, sowohl als Print- als auch als Online-Ausgabe. Männer und Frauen greifen gleichermaßen gerne zur Zeitung: 57,7 Prozent der Männer und 51,2 Prozent der Frauen ab 14 Jahren lesen täglich ihre Zeitung, wöchentlich sind es 80,9 Prozent der Männer und 75,2 Prozent der Frauen. Bei regionalen Abo-Zeitungen sind die Unterschiede sogar noch geringer: 47,1 Prozent der Männer und 45,6 Prozent der Frauen lesen täglich, wöchentlich 70,8 beziehungsweise 68,5 Prozent – unabhängig davon, ob gedruckt oder digital.
Weitere Informationen zur Methodik und zum Aufbau der Konvergenzdatei 2025 im Methoden-Steckbrief unter www.agma-mmc.de.

Die agma ist ein Zusammenschluss von rund 200 führenden Unternehmen der Werbe- und Medienbranche. Ihr Ziel ist die Erforschung der Massenkommunikation. Für die Werbewirtschaft bilden die Reichweitendaten der agma die Basis für Mediaplanungsstrategien und die Verteilung von Werbebudgets. Die agma erhebt regelmäßig Reichweiten von Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Außenwerbung und Online-Medien. Die Media-Analyse-Daten dienen als Werbewährung in Deutschland, auf die sich Medien, Agenturen und werbungtreibende Unternehmen verständigen.

(Quelle: agma-mmc.de, 29.10.2025)

Seitenanfang


BDZV-Umsatzerhebung: Umbau hin zu digitalen Geschäftsmodellen ist keine Zukunftsaufgabe, sondern tägliche Realität

Unser Bundesverband BDZV hat die Auswertung der jährlichen Umsatzerhebung veröffentlicht. Danach ist die wirtschaftliche Lage der deutschen Zeitungsverlage weiterhin angespannt.

Die Gesamtumsätze der Branche sind laut BDZV-Umsatzerhebung 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent erneut leicht gesunken. Die deutschen Zeitungen erzielten 2024 Erlöse von 6,38 Milliarden Euro, davon entfielen 6,11 Milliarden Euro auf Tageszeitungen und 268,5 Millionen Euro auf Wochen- und Sonntagszeitungen. Mit einem Plus von gut 9 Prozent ist das Digitalgeschäft weiter auf Wachstumskurs: Jeder fünfte Euro stammt inzwischen aus digitalen Quellen.

Einbußen verzeichnete erneut das Anzeigengeschäft. Anzeigen- und Beilagenumsätze fielen um 10,7 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Damit stammt nur noch knapp ein Viertel der Branchenerlöse aus der Vermarktung. Besonders betroffen sind regionale Abo-Zeitungen (–11,3 %) und überregionale Titel (–10,8 %). Der einst starke Stellenmarkt hat massiv an Bedeutung verloren: Sein Anteil an den Anzeigenerlösen schrumpfte seit 2022 von 21 auf nur noch 13 Prozent.

Stabiler zeigt sich der Vertrieb: Die Vertriebsumsätze (Print und E-Paper) gingen nur um 2,5 Prozent zurück, machen aber inzwischen 76,7 Prozent des Gesamtumsatzes aus – ein neuer Höchstwert. Bei den überregionalen Zeitungen lag der Rückgang bei lediglich 0,9 Prozent, regionale Abo-Zeitungen verloren 2,6 Prozent.

Zulegen konnte hingegen das Digitalgeschäft. Zeitungsverlage erzielten 2024 in Deutschland rund 896 Millionen Euro mit digitalen Angeboten – ein Plus von gut 9 Prozent. Zusammen mit den E-Paper-Vertriebserlösen von 586 Millionen Euro stieg der digitale Anteil am Gesamtumsatz auf 20,4 Prozent (2023: 17,6 Prozent). Damit stammt inzwischen jeder fünfte Euro aus digita-len Quellen. Spitzenreiter sind die überregionalen Zeitungen mit einem Digitalanteil (inklusive E-Paper) von 52,7 Prozent, gefolgt von Kaufzeitungen (40,2 Prozent). Regionale Abo-Zeitungen liegen zwischen 12 und 21 Prozent. Bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb der digitalen Erlöse: Während früher vor allem Werbung dominierte, kommt inzwischen ein wachsender Teil aus Abos, Bezahl-Apps und Plus-Angeboten. 2024 machten Vertriebserlöse 42 Prozent der digitalen Umsätze aus – Tendenz steigend. Deutlich zeigt sich auch 2024 die Kluft zwischen Ost und West: Westdeutsche Verlage verloren 7,2 Prozent ihres Gesamtumsatzes, ostdeutsche nur 1,7 Prozent. In Ostdeutschland liegt der Anteil des Vertriebs am Gesamtumsatz mit 82,7 Prozent deutlich höher, während im Westen mehr auf Anzeigenumsätze entfällt. Auch die Monatsstückwerte – also der Umsatz je verkauftem Exemplar und Monat – liegen im Osten weiterhin unter dem Westniveau (47,50 Euro zu 50,74 Eu-ro), mit Ausnahme der Vertriebserlöse, die sich erstmals angleichen.

Der strukturelle Wandel der Branche schreitet also voran. Das Printgeschäft verliert zwar weiter an Boden, besonders im Anzeigensektor. Gleichzeitig wächst das Digitalsegment verlässlich – getrieben durch E-Paper, Bezahlmodelle und zahlreiche digitale Geschäftsmodelle.
 
Zum vollständigen Bericht „Umsätze der Zeitungsbranche 2024“unter https://www.bdzv.de/fileadmin/content/7_Alle_Themen/Marktdaten/2024/Branchenbeitrag_2024/Rundschreiben_Umsatzerhebung_2024.pdf

(Quelle: bdzv.de, 24.10.2025) 

Seitenanfang


II. Aus den Verlagen

Süddeutsche Zeitung: Neues Digital-Abo SZ Pro bei der Süddeutschen Zeitung – Fokus auf Politik und Wirtschaft mit fundierten Fachbriefings von SZ Dossier unter neuer Leitung

Die Süddeutsche Zeitung führt mit SZ Pro ein neues Digital-Abo für Entschei-der in Politik und Wirtschaft ein. SZ Pro umfasst den vollen Zugriff auf SZ.de, die digitale Ausgabe der Süddeutschen Zeitung sowie das SZ-Magazin – und integriert zusätzlich die etablierten Fachbriefings „Geoökonomie“ und „Digi-talwende“ von SZ Dossier.

Die werktäglichen Briefings der Berliner SZ-Dossier-Redaktion ordnen – per Email und im Netz auf SZ-Dossier.de – die Nachrichtenlage, setzen klare Prioritäten und liefern einen kompakten Überblick sowie fundierte Analysen zu Entwicklungen, Trends und Risiken in Politik, öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Ein SZ Pro-Abo ist für 79,99 Euro monatlich erhältlich und kann in der Einführungsphase vier Wochen für 0,99 Euro getestet werden. 
 
Die SZ-Dossier-Redaktion steht seit dem 1. November 2025 unter neuer Leitung:  Matthias Punz ist Dossier-Gründungsmitglied und hat das Fachbriefing „Digitalwende“ erfolgreich auf dem Markt etabliert, das unter seiner Führung wurde es in kurzer Zeit zur exklusiven Morgenlektüre für digitalpolitische Entscheiderinnen und Entscheider. Punz folgt auf Florian Eder, der zur NZZ wechselt.
 
(Quelle: Süddeutscher Verlag, PM 23.10.2025)

Seitenanfang


Süddeutsche Zeitung: Lokalinformationen per WhatsApp – Innovativer Service stärkt Lokaljournalismus mit KI-Unterstützung
 

Die Süddeutsche Zeitung erweitert ihr lokaljournalistisches Angebot und bietet kostenlose WhatsApp-Kanäle für alle Landkreise rund um München an. Das neue lokale Format versorgt Leserinnen und Leser mit wichtigen Nachrichten, Terminen und ausgewählten Kulturveranstaltungen aus ihrer Region. 

Die WhatsApp-Kanäle sind für die Landkreise München, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen verfügbar und stärken damit nachhaltig das Angebot der Süddeutschen Zeitung im Lokaljournalismus. Im Zentrum des Angebots steht die Berichterstattung der Lokalredaktion der Süddeutschen Zeitung mit den Geschichten und Nachrichten, die Reporterinnen und Reporter vor Ort in den jeweiligen Landkreisen recherchieren.

Für den neuen Service setzt die Süddeutsche Zeitung zudem auf innovative Technologie und arbeitet mit dem Berliner Medien-Startup Beat Squares zusammen. Für die WhatsApp-Kanäle werden Informationen von ausgewählten, öffentlich zugänglichen Internetseiten gesammelt und automatisiert Beiträge erstellt – beispielsweise Veranstaltungstipps oder aktuelle Informationen zu lokalen Verkehrsprojekten. Alle Inhalte werden von Redakteuren der Süddeutschen Zeitung geprüft. „Mit diesem innovativen Ansatz haben wir ein Angebot geschaffen, das den Lokaljournalismus nachhaltig stärkt und den Leserinnen und Lesern in den Landkreisen tagesaktuellen Mehrwert bietet", erklärt René Hofmann, Ressortleiter München, Region, Bayern bei der Süddeutschen Zeitung.
 
Der Start der WhatsApp-Kanäle stößt bereits auf große Resonanz. René Bosch, Gründer von Beat Squares, betont: „Über 4000 Menschen haben die Kanäle in nur drei Tagen abonniert, das unterstreicht die Bedeutung von Lokaljournalismus eindrucksvoll.  Unser Ziel ist dabei, die Bespielung mit unserer KI-Infrastruktur so einfach wie möglich zu machen. Damit der volle Fokus der Redaktion auch weiterhin auf dem Kern des Angebots liegt: Der Recherche wichtiger Geschichten."
 
Weitere Informationen und die Links zu den einzelnen Kanälen finden sich unter sz.de/whatsapp-landkreise.

(Quelle: Süddeutscher Verlag, PM 30.10.2025)

Seitenanfang


Südkurier wechselt auf die pd digital platform der Mediengruppe Pressedruck

Das zur Mediengruppe Pressedruck, Augsburg, gehörende Südkurier Medienhaus mit Sitz in Konstanz produziert seine journalistischen Angebote künftig auf der pd digital platform. Seit dem 05. November entstehen alle Inhalte und digitalen Produkte der Kernmarke „Südkurier“ auf der zentralen Publishing-Plattform der Mediengruppe. Die Produktion von Tageszeitung, Wochenblättern und E-Paper erfolgt ab dem kommenden Jahr über die gemeinsamen Systeme von alfa Media.

Mit dem Rollout schließt die Mediengruppe Pressedruck das ambitionierte Transformationsprojekt zum Aufbau einer zentralen Publishing-Plattform für ihre Medienmarken erfolgreich ab. Vier Verlage (Augsburger Allgemeine, Allgäuer Zeitung, Main-Post, Südkurier) mit insgesamt sieben Nachrichten-Angeboten und rund 500 Redakteurinnen und Redakteuren produzieren ihre Inhalte nun in den gemeinsamen Systemen.

Die pd digital platform ermöglicht den angeschlossenen Redaktionen innerhalb der Mediengruppe Pressedruck einen effizienten und einheitlichen Prozess der Planung, Erstellung und Ausspielung von Inhalten in einer gemeinsamen, modernen Systemwelt. Hinzu kommt ein einheitliches Technologie-Framework für alle digitalen Produkte (Websites, Apps, Newsletter etc.) inklusive eines ganzheitlichen Setups für Vermarktung, Data sowie Subscription- und Audience-Management (“Revenue Driven Design”). Verantwortlich für Konzeption und Weiterentwicklung der Plattform sind mehrere Technologie- und Business-Teams im zentralen pd digital Hub der Mediengruppe. “Mit dem erfolgreichen Rollout der pd digital platform in der gesamten Mediengruppe realisieren wir einerseits einen signifikanten Effizienzgewinn in Medienproduktion, Technologiemanagement und Produktentwicklung“ sagt Stefan Dre-scher, Head of Platform und Mitglied der Geschäftsleitung im pd digital Hub. „Andererseits ermöglichen wir ein deutlich schnelleres Time-to-Market für unsere digitalen Angebote und eine unmittelbare Skalierung erfolgreicher Business-Modelle“.

Umgesetzt wurde die pd digital platform in enger Zusammenarbeit mit mehreren Partnern. Die technologische Kernkomponente bildet die “CUE Media Enterprise Platform” des dänischen Software-Anbieters Stibo DX. Die Frontend-Lösung für Websites und Apps wurde mit der unitb Consulting GmbH und der Prepublic GmbH aus Berlin realisiert.

Mit den Titeln Augsburger Allgemeine, Main-Post (Würzburg) und Südkurier (Konstanz) erreicht die Mediengruppe bei einer täglich gedruckten Auflage von rund 450.000 Exemplaren rund 1,3 Millionen Leser. Die digitalen Nachrichtenportale der Mediengruppe erzielen monatlich rund 50 Millionen Visits und 80 Millionen Seitenaufrufe. 

(Quelle: Mediengruppe PD, PM 05.11.2025)

Seitenanfang


F.A.Z. mit erstem KI-Podcast für Rhein-Main

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) hat mit dem „Rhein-Main Feierabendbriefing“ ihren ersten KI-gesteuerten F.A.Z.-Podcast gestartet. Seit dem 20. Oktober 2025 informiert das neue Format werktags um 17 Uhr in fünf bis sieben Minuten über die wichtigsten Geschehnisse aus der Region Rhein-Main.

Hierfür werden die wichtigsten Artikel des Rhein-Main-Ressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung durch eine KI zusammengefasst und in ein Podcast-Format gebracht. Die inhaltliche Qualitätsabnahme erfolgt – genau wie die ursprüngliche Erstellung der Artikel – durch Redakteurinnen und Redakteure der F.A.Z.

Zielgruppe des neuen Formats sind Nutzer, die sich einen schnellen regionalen Überblick zum Feierabend wünschen.

Für den neuen KI-Podcast wurde die schon bekannte Stimme des F.A.Z.-Frühdenker-Hosts Jan Malte Andresen mit Hilfe der KI geklont. 

Das neue Rhein-Main Feierabendbriefing der F.A.Z. ist in der F.A.Z.-App, auf faz.net sowie überall, wo es Podcasts gibt – etwa bei Spotify, Apple Podcasts und weiteren Plattformen – kostenfrei zu hören.

(Quelle: FAZ, PM 20.10.2025)

Seitenanfang


III. Medienpolitik

Umfrage „Smart Creativity und KI in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern“

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), Dachverband der Bayerischen Wirtschaft, dem auch unser Verband angehört, hat gemeinsam mit dem bayerischen Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft (BLVKK) eine Studie zum aktuellen Stand der KI-Nutzung in Auftrag gegeben, um künftige Potenziale sichtbar zu machen und praxisnahe Empfehlungen für Politik, Verbände und Unternehmen zu formulieren.

Erhoben wird die Studie zu Smart Creativity und KI in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern von IW Consult und Cultural Policy Lab.

Um ein repräsentatives Branchenbild auch für den Zeitungsbereich ermitteln zu können, sind die Studienmacher auf Unterstützung aus der Branche angewiesen: Zur Teilnahme gelangen Sie unter www.smart-creativity-befragung.de

Die Befragung umfasst lediglich neun Fragen. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Die Umfrage wird über ein Consult-eigenes Befragungs-Tool umgesetzt und auf den Servern der IW Consult (Standort: Deutschland) gehostet. Alle Datenschutz-Formalitäten (u.a. Datenschutzerklärung mit Darstellung der Betroffenenrechte) werden von der IW Consult bereitgestellt und eingebunden. Es werden von der IW Consult keinerlei Befragungsdaten weitergegeben, sondern lediglich aggregierte Auswertungen (z.B. Mittelwerte, Summen). Damit bleibt in jedem Fall die Vertraulichkeit aller in der Umfrage gemachten Angaben gewahrt.
 
(Quelle: vbw) 

Seitenanfang



Neuer Ansatz zur Prävention von Desinformation – Bayern startet Informationsportal '_Gelogen?! Lass dich nicht manipulieren' 

Nachdem das Bayerische Innenministerium bereits im Mai 2024 gemeinsam mit dem Bayerischen Digitalministerium die „Bayern Allianz gegen Fakenews und Desinformation in Leben“ gerufen wurde, der auch unser Verband angehört, hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am gestrigen Mittwoch, 05. November 2025, ein neues Informationsportal des Freistaats vorgestellt, das über die Gefahren von Desinformation und Verschwörungstheorien informiert und sensibilisiert. 

Damit geht das Portal einen Schritt weiter als die Facktenchecker wie Correc-tiv, Mimikama und die dpa-Faktenchecks sowie Angebote von Medienhäusern wie der ARD-Faktenfinder (tagesschau.de), der Faktenfuchs (BR24) und der Faktencheck des MDR. 

Das Portal '_Gelogen?! Lass dich nicht manipulieren' bietet Tipps zum Erkennen und Strategien für den Umgang mit Desinformation und Verschwörungstheorien genauso wie Beispiele, Definitionen und Erklärungen zu psychologischen Effekten. Ziel von '_Gelogen?!' ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger Inhalte, mit denen sie vor allem im Internet konfrontiert werden, kritisch hinterfragen können und sich nicht von gezielten Falschinformationen manipulieren lassen. 

Die neue Plattform und ihre Wirksamkeit werden auch wissenschaftlich von einem fünfköpfigen Team aus Forscherinnen und Forschern der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Goethe-Universität Frankfurt und der Frankfurt School of Finance & Management begleitet, unter der Leitung von Prof. Dr. Alicia von Schenk. Schenk, Mathematikern und Ökonomin, er-forscht an der Universität Würzburg die Verbindungen zwischen Mensch und Maschine – und damit die Zukunft der Gesellschaft. Die Professorin für Angewandte Mikroökonomik betonte: "Mit diesem Informationsportal testen wir einen neuen Ansatz zur Prävention von Desinformation, der an der Wurzel ansetzt – bei unseren kognitiven Verzerrungen und der Art, wie wir Informationen verarbeiten. Statt Falschmeldungen nur zu kennzeichnen, wollen wir verstehen, warum Menschen diesen Glauben schenken und wie man dem vorbeugen kann.“

Staatsminister Herrmann erklärte: "Die Verbreitung von Desinformation und Verschwörungstheorien ist eine zentrale Herausforderung für unsere Gesell-schaft. Sie können das Vertrauen in staatliche Institutionen und demokratische Prozesse erschüttern oder gar zerstören. Daher müssen wir kritisches Denken und die Enthüllung von 'falschen Wahrheiten' als Aufgabe begreifen, die uns alle etwas angeht. Wir brauchen eine Gesellschaft, die wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse von 'alternativen Fakten' unterscheiden kann und eine klare Haltung gegen Desinformation zeigt." Zunehmend setzen fremde Staaten Desinformation auch gezielt ein, um eine politische Agenda zu verfolgen und Einfluss in Deutschland zu nehmen. "Mit unserem Portal wollen wir die Gesellschaft resilienter machen und an jeden einzelnen appellieren: Lassen Sie sich nicht manipulieren", so Herrmann.

https://lass-dich-nicht-manipulieren.de/de

(Quelle: StMI, PM 05.11.2025)

Seitenanfang

IV. Aus den Verbänden

Verstärkung im BDZV-Team

Caroline Drenkmann und Ruben Semmerling unterstützen seit dem 1. Oktober 2025 unseren Bundesverband, den Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin.

Caroline Drenkmann verstärkt als Projektmanagerin den Bereich kostenlose Wochenzeitungen und Märkte. Sie konzentriert sich auf Datenmanagement, die Auswertung von Studien und Werbemarktdaten sowie Gattungsmarketing-Projekte. Sie bringt umfassende Erfahrung aus dem Marketing und der Radiobranche mit. Zuletzt war sie bei Energy Media als Media Marketing Managerin mit Schwerpunkt auf Markt- und Mediendaten, Zielgruppenanalysen und datenbasierter Vertriebsunterstützung tätig.

Ruben Semmerling ist seit Oktober als Referent der Geschäftsführung und Medienpolitik beim BDZV an Bord. Bereits während seines Studiums sammelte er Erfahrung in Advocacy und Kommunikation bei einer internationalen NGO und einer Politik- und Strategieberatung in Berlin. Nach seinem Master in Politikwissenschaften an der Universität Potsdam war Semmerling in einem Bundestagsbüro einer Abgeordneten beschäftigt und er organisierte im Bundestagswahlkampf 2025 in einem kleinen Team die Wahlkampfveranstaltungen von Olaf Scholz. 

Beim BDZV unterstützt er nun die Geschäftsführung und bringt seine politischen Kenntnisse in die Medienpolitik ein. 

(Quelle: bdzv.de, 03.11.2025)

Seitenanfang

'