VBZV-Newsletter 37/2025

I. Medienpolitik

Medientage München 2025: „What the Future?!“– Suche nach Antworten auf strukturelle Ungleichgewichte und Desinformation – Journalismus als öffentlicher Dienst an der Demokratie 
SWMH-CEO Christian Wegner beim Eröffnungsgipfel: KI-Suche als „neuer Vertrag zwischen Journalismus, Technik und Öffentlichkeit“

Die Medientage München stehen in diesem Jahr unter dem Motto „WTFuture?!“. Gesucht werden medienpolitische Antworten auf strukturelle Ungleichgewichte und Desinformation.

So drehte sich die Eröffnung der Medientage München, die unser Verband als Sponsor unterstützt, am 22. Oktober 2025 vor allem um die Dominanz globaler Plattformen, insbesondere großer US-Konzerne, die durch ihre Marktmacht zentrale Kommunikationsstrukturen prägen und den ökonomischen Spielraum journalisti-scher Anbieter massiv verengen. 

Der Tenor der Eröffnungsveranstaltung war ein doppelter Appell: einerseits an die Politik, verbindliche Leitplanken für faire Wettbewerbsbedingungen und KI-Nutzung zu setzen; andererseits an die Branche, demokratische Werte und publizistische Unabhängigkeit im digitalen Umfeld aktiv zu verteidigen. Damit wird Medienpolitik zunehmend zur Strukturpolitik, die nationale Institutionen in ein global reguliertes digitales Ökosystem einpassen muss.

Staatsminister Dr. Wolfram Weimer verdeutlichte die ökonomische Schieflage mit dem Vergleich, dass Google in seinen acht Minuten Redezeit mehr einnimmt als Pro-SiebenSat.1 in einem Jahr. Angesichts solcher Ungleichgewichte sei die Plattformregulierung – etwa über den Digital Markets Act (DMA) oder nationale Medienstaatsverträge – dringlicher denn je.

Zuvor hatte Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landesmedienanstalt (BLM) gefordert, die Voraussetzungen für ein „Level Playing Field“ zu schaffen, das klassische Medienhäuser durch politisch-rechtliche Rahmenbedingungen auf Augenhöhe mit internationalen Plattformen wie Google oder Meta bringt. Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Werbeerlöse verschiebe sich zunehmend zugunsten weniger Digitalkonzerne, die heute den größten Teil der Werbeeinnahmen kontrollieren. Diese „transatlantische Asymmetrie“ müsste die europäische Medienpolitik durch gezielte Regulierung ausgleichen.

Für den Presse- und Rundfunksektor steht ökonomischer Anpassungsdruck im Vordergrund. Fusionen und Kooperationen werden zur Überlebensstrategie, um Reichweitenverluste und Erlöseinbußen teilweise auszugleichen. 

Man müsse sich in Deutschland „endlich eingestehen“, so Bayerns Ministerpräsi-dent Dr. Markus Söder, dass nicht hier entschieden werde, wie die Welt sich drehe. Die USA nutzten jede Gelegenheit, um „ihre Interessen maximal durchzusetzen“. Man müsse „eine Balance finden zwischen der maximalen Regulationswut mit 260 Digitalgesetzen bei uns und der Entfesselung, die die Amerikaner fordern“.

Auf Weimers Vorschlag einer Abgabe für die Digitalkonzerne, die der Kulturstaatsminister in ein Gesetz gießen will, entgegnete Söder: „Wir brauchen Regulation, aber das technische Genom darf nicht bei anderen landen. Denn dann haben wir null Einfluss. Wir brauchen eine gewaltige Kraftanstrengung, um selber eigene Standards und eigene Technologie herzustellen. Wenn es Europa schafft, vom Weltmeister der Rechtssetzung zum Weltmeister der Innovation zu werden, dann haben wir gute Chancen.“  

Dazu RTL-CEO Stephan Schmitter: „Wenn wir nicht aufpassen, rutschen wir viel schneller ab, als wir gerade denken. Wir brauchen jetzt einfach Tempo.“ Er bat um eine schnelle Aufhebung von Werbe- und Kartellbeschränkungen. Die Kunden liefen massenhaft zu anderen Plattformen und Streamern davon. Während internationale Konzerne wie Amazon innerhalb von Stunden globale Werbedeals schließen könnten, dauerten deutsche Genehmigungsverfahren für Fusionen – etwa die geplante Übernahme von Sky – über Monate. Diese Langsamkeit gefährde die Wettbewerbsfähigkeit klassischer Anbieter. Schmitter forderte schnellere, klare und faire Regeln, um Chancengleichheit herzustellen und Marken langfristig zu sichern.

Christian Wegner, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags und CEO der Medienholding SWMH, verwies auf den erfolgreichen Strukturwandel der Süddeutschen Zeitung, die sich seit 2023 vollständig über Abonnements finanziert. Die konsequente Digitalisierung und der redaktionelle Qualitätsanspruch hätten die Marke gestärkt. Bis 2030 wolle man sich vollständig aus digitalen Erlösen tragen. Sorgen bereitet Wegner allerdings die Entwicklung um KI-basierte Suchsysteme wie Google  AI, die Reichweiten und Sichtbarkeit klassischer Medien verringerten. „Das ist ein neuer Vertrag zwischen Journalismus, Technik und Öffentlichkeit“, so Wegner. Ursprünglich hätten Suchmaschinenbetreiber mit ihren Algorithmen Inhalte der Verlage auffindbar gemacht, die Verlage hätten dafür den Traffic auf ihre Seiten bekommen, den sie monetarisieren konnten. Jetzt wollen die Plattformbetreiber die Inhalte der Verlage dazu benutzen, um selbst mit Hilfe künstlicher Intelligenz Antworten daraus zu erstellen – und Nutzerinnen und Nutzer an den Webseiten der Verlage (und deren stichhaltigen Fakten) vorbei leiten.

Ebenfalls auf dem Podium kritisierte Publizistin Jagoda Marinić eine oberflächliche Diskussionskultur, die in sozialen Netzwerken wie in klassischen Medien zu kurzatmig reagiere. Statt „He said, she said“-Journalismus brauche es Struktur, Kontext und inhaltliche Tiefe. Medien müssten Debatten wieder einordnen, statt sie zu beschleunigen – und damit die „mediale Metaebene“ erreichen. Nur eine reflektierte Streitkultur könne zu einer tragfähigen Informationskultur führen.

ARD-Vorsitzender Florian Hager betonte, dass die gegenwärtige Pluralität an Informationen auch Verantwortung bedeute. Demokratie könne nur dort funktionieren, wo freie und glaubwürdige Medienarbeit möglich sei. Hager sprach von einem zunehmenden gesellschaftlichen Bewusstsein, dass Journalismus mehr als bloße Nachrichtenproduktion sei – er sei öffentlicher Dienst an der Demokratie.

(medientage.blog.de, 22.10.2025; faz.net, 22.10.2025; VBZV)

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Grüne fordern Digitalabgabe für große Digitalplattformen – Einnahmen sollen Medienvielfalt stärken

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für die Einführung einer Digitalabgabe auf Werbeumsätze großer Onlineplattformen wie Google und Meta ein. Ziel des Vorstoßes ist es, die Marktmacht internationaler Tech-Konzerne zu begrenzen und zugleich die Finanzierung unabhängiger Medien und kultureller Angebote in Deutschland zu stärken. In einem Antrag fordern die Grünen, dass Medienstaatsminister Wolfram Weimer rasch einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Bundestag einbringt. „Mit unserem Antrag fordern wir Staatsminister Weimer zum Handeln auf“, erklärte die Grünen-Digitalpolitikerin Anna Lührmann. Die geplante Abgabe soll mindestens zehn Prozent der Werbeerlöse großer Plattformen erfassen. Die Mittel sollen in die Förderung von Medienvielfalt, Medienkompetenz und kulturellen Projekten fließen.

Die Grünen kritisieren, dass globale Digitalkonzerne den größten Teil der Werbeeinnahmen abschöpfen, während lokale und regionale Medienhäuser unter sinkenden Einnahmen leiden. Mit der Digitalabgabe sollen Medienvielfalt, Kulturangebote und Medienkompetenz gefördert werden.

Die Grünen unterstützen damit einen Vorstoß der Bundesregierung, kritisieren aber, dass das Thema bislang nicht mit der nötigen Entschlossenheit verfolgt werde. Langfristig sollen nach Vorstellung der Fraktion auch E-Commerce- und Cloud-Umsätze in die Abgabe einbezogen werden.

(Quelle: bdzv.de, 17.10.2025) 

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DLM-Gutachten: KI-Suchmaschinen gefährden Meinungsvielfalt und journalistische Wertschöpfung

Die Integration generativer Künstlicher Intelligenz in Suchmaschinen verändert die Informationsordnung grundlegend – mit potenziell fatalen Folgen für Medienvielfalt und demokratische Willensbildung. Das zeigt ein aktuelles Gutachten des Medienwissenschaftlers Prof. Dr. Dirk Lewandowski im Auftrag der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM).

Die Untersuchung belegt, dass Suchmaschinen wie Google und Bing zunehmend Such- und Antwortsysteme verschmelzen, indem sie Nutzern direkt KI-generierte Texte („AI Overviews“ bzw. „AI Mode“) anzeigen. Während klassische Suchsysteme bisher als Vermittler externer Inhalte fungierten, werden sie mit den eigenständig formulierte Textantworten zu Content-Anbietern – auf Kosten der Sichtbarkeit journalistischer Quellen. Redaktionelle Angebote verschwinden buchstäblich hinter den KI-generierten Texten.

Es bestehe die erhebliche Gefahr, dass die Sichtbarkeit redaktioneller Angebote dadurch „drastisch“ sinkt. Untersuchungen zeigen Traffic-Verluste zwischen 18 und 50 Prozent für Publisher. Die Folge: Reichweite, Werbeerlöse und Refinanzierung unabhängiger Berichterstattung geraten massiv unter Druck. „Dies bedroht die Refinanzierung der Inhaltsproduktion, die für eine vielfältige Informationslandschaft unerlässlich ist“, so Lewandowski. Langfristig gefährde diese Entwicklung die Informations- und Meinungsvielfalt im Netz. Wenn unabhängiger Journalismus wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sei, würden politische, wirtschaftliche und ideologische Interessen den Informationsraum dominieren.

Die Verlegerverbände teilen diese Einschätzung: Suchmaschinen, die zu Antwortmaschinen werden, entziehen dem freien Journalismus die Grundlage. „Wenn Google seine KI-Antworten an die Stelle journalistischer Quellen setzt, verlieren wir nicht nur Informationsvielfalt. Wir verlieren auch Transparenz und letztlich Vertrauen“, so der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV).

Nutzerinnen und Nutzer müssen prüfen können, woher Informationen stammen, nach welchen Standards sie entstehen und wer dafür die Verantwortung übernimmt. „Redaktionen ordnen Fakten, prüfen Informationen und stellen Zusammenhänge her. Das ist kein Algorithmus-Job – das ist ein demokratischer Auftrag“, kommentiert der BDZV.

Solange zentrale Fragen zu Transparenz, Haftung, Quellenschutz, Urheberrechten und algorithmischer Steuerung ungeklärt bleiben, fordert der Verband ein Aussetzen des Google-AI-Mode in Deutschland. Zudem müsse gesetzlich verankert werden, dass marktbeherrschende Anbieter von Suchmaschinen und Betriebssystemen nicht gleichzeitig als Medienanbieter agieren dürfen.

(Quelle: bdzv.de, 17.10.2025)

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Sieg für die Pressefreiheit: OLG München bestätigt Verstoß gegen Staatsfrei-heit der Presse durch kommunales Stadtportal „muenchen.de“ 

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat durch Urteil vom 16.10.2025 (6 U 6754/20) abermals entschieden, dass das kommunale Stadtportal „muenchen.de“ wegen Verstoßes gegen das Gebot der Staatsfreiheit der Presse unzulässig war.

Auf die Klage der drei Münchner Zeitungsverlage Abendzeitung, Merkur und Süddeutsche Zeitung sowie einige ihrer Digitaltöchter hatten das Landgericht München I sowie das OLG München durch Urteile vom 17.11.2020 und vom 30.09.2021 der kommunalen Betreibergesellschaft untersagt, das werbefinanzierte Stadtportal „muenchen.de“ so zu verbreiten, wie dies im August 2019 geschehen ist. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte durch Urteil v.13.07.2023 die Sache an das OLG München zur Entscheidung zurückverwiesen und einen engeren Prüfungsmaßstab vorgelegt.

Selbst in Ansehung der vom BGH veranlassten strengeren Sachprüfung hat das OLG München nun mit seinem Urteil vom 16.10.2025 seine Entscheidung vom 30.09.2021 im Ergebnis bestätigt. Zur Begründung hat es ausgeführt, dass es eine Vielzahl von im einzelnen unzulässigen Beiträgen auf muenchen.de gab, die im Kontext mit der überbordenden Anzeigenwerbung auf muenchen.de das beanstandete Angebot unzulässig machten. Der „Aspekt der kommerziellen Anzeigenwerbung auf muenchen.de“ – so das OLG – führe „in der angegriffenen Form zu einer ernsthaften Gefährdung der Pressefreiheit“. 

„Das ist ein Sieg für die Pressefreiheit. Denn mit diesem Urteil wird erneut unterstrichen, dass Kommunen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit strikt die Grenzen einzuhalten haben, die den Schutz der freien Presse gewährleisten sollen“, fasst Verbandsgeschäftsführer Markus Rick erfreut zusammen.

(Quelle: VBZV, PM 20.10.2025)

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II. Aus den Verlagen

Mediengruppe Pressedruck bündelt Kräfte – Dienstleistungsbereiche werden in pd.Service & Technology zusammengeführt 

Die Mediengruppe Pressedruck in Augsburg mit ihren regionalen Tageszeitungen Augsburger Allgemeine, Main-Post und Südkurier hat ein umfassendes Gruppenbildungs- und Effizienzprogramm gestartet, um die Grundlagen für strategische Investitionen in die Zukunft zu legen.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und der gleichzeitigen Konsolidierung im Medienmarkt steht die Mediengruppe Pressedruck vor der Aufgabe, interne Prozesse zu optimieren und gleichzeitig die Zusammenarbeit fachbereichs- und standortübergreifend zu stärken. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat das Unternehmen bereits Ende 2024 das Effizienz- und Gruppenbildungsprogramm AURORA gestartet, das alle Wertschöpfungsbereiche umfasst. Das Programm zielt darauf ab, bis Ende 2026 Arbeitsabläufe und Systeme zu harmonisieren sowie Servicebereiche zu bündeln und zu zentralisieren.

In einem ersten Schritt werden sämtliche Dienstleistungs- und IT-Bereiche aller Standorte zum 1. Januar 2026 in einem Zentralbereich der pd.Service & Technology gebündelt. Zu den Services zählen u.a. IT, Finance & Controlling, HR, Einkauf & Nachhaltigkeit (inkl. Facility Management und Fuhrpark) sowie Recht & Compliance. In der neuen Gesellschaft werden rund 300 Mitarbeitende für die gesamte Gruppe tätig sein.

Darüber hinaus werden zur nachhaltigen Anpassung der Kostenstruktur an die veränderten Marktbedingungen bis Ende 2027 in der Mediengruppe über alle Fachbereiche hinweg bis zu 350 Arbeitsplätze abgebaut. Diese Strukturanpassung erfolgt größtenteils über natürliche Fluktuation, mit sozial ausgewogenen Lösungen und unter frühzeitiger Einbeziehung der Arbeitnehmervertretungen. Die Mediengruppe beschäftigt derzeit ca. 3.400 Mitarbeitende.

Langfristig will die Mediengruppe durch die geplanten Gruppenbildungs- und Effizienzmaßnahmen die Grundlage für zukünftiges profitables Wachstum legen und den Spielraum für strategische Investitionen in Zukäufe im Kerngeschäft sowie die Entwicklung neuer Geschäftsfelder sichern. Axel Wüstmann, CEO der Mediengruppe Pressedruck: „Wir haben mit rund 450 Millionen Euro Umsatz an drei Standorten eine Größe, die es uns ermöglicht, Effizienzen in unseren internen Prozessen zu realisieren. Das tun wir mit unserem Programm AURORA. Die Gründung der pd.Service & Technology ist dabei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Gruppe. Der Abbau von 10 Prozent unserer Arbeitsplätze bis Ende 2027 ist zwingend, um unseren Investitionsspielraum zu erhöhen. Wir werden, wie in der Vergangenheit auch schon, alles tun, um den Arbeitsplatzabbau größtenteils über natürliche Fluktuation sowie sozialverträgliche Lösungen zu realisieren.

Die Mediengruppe Pressedruck ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Augsburg und eines der führenden Medienhäuser in Deutschland. Mit den Titeln Augsburger Allgemeine inklusive Allgäuer Zeitung, die zu den meistzitierten und vier größten Tageszeitungen in Deutschland zählt, Main-Post (Würzburg) und Südkurier (Kon-stanz) erreicht die Mediengruppe bei einer täglich gedruckten Auflage von rund 450.000 Exemplaren rund 1,3 Millionen Leser. Die digitalen Nachrichtenportale der Mediengruppe erzielen monatlich rund 50 Millionen Visits und 80 Millionen Seiten-aufrufe.
Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Tageszeitungen und ihrer Onlineangebote sowie den Radio- und TV-Aktivitäten steht der Ausbau der mediennahen Dienstleistungen in den Bereichen Internet, Call-Center, Briefzustellung, Corporate Publishing und Direktverteilung im Fokus der Mediengruppe Pressedruck. 

(Quelle: Mediengruppe PD, PM 23.10.2025)

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Süddeutsche Zeitung mit neuer Kommunikationschefin

Die Süddeutsche Zeitung hat eine neue Kommunikationschefin: Julia Christoph leitet seit dem 1. Oktober die Unternehmenskommunikation des Verlags. Mit der neu geschaffenen Position will das Medienhaus die Marke Süddeutsche Zeitung künftig stärker eigenständig in der Öffentlichkeit positionieren und ihre Kommunikationsaktivitäten gezielt ausbauen.

Christoph ist eine erfahrene Kommunikationsmanagerin mit Stationen in führenden Medien- und Agenturhäusern. Zuletzt verantwortete sie sieben Jahre lang die Kommunikation des beruflichen Netzwerks LinkedIn für die DACH-Region. Zuvor war sie unter anderem als Director bei Edelman und in leitender Funktion bei der Publicis Group tätig.

Mit der Einrichtung der neuen Kommunikationsstelle stellt die Süddeutsche Zeitung ihre Außenkommunikation auf eigene Füße. Zuvor war die Pressearbeit des Blattes im Rahmen der gemeinsamen Unternehmenskommunikation der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) angesiedelt. Im Zuge organisatorischer Veränderungen innerhalb der Holding und des Verkaufs einzelner Unternehmensbereiche an die Ge-sellschafter Neue Pressegesellschaft und Medien Union Ludwigshafen wurde die Kommunikationsstruktur neu geordnet. Der bisherige SWMH-Kommunikationsdirektor Martin Gritzbach verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch.

(Quelle: kress.de, 17.10.2025; bdzv.de, 20.10.2025)
 

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