VBZV-Newsletter 01/2019

 

I.Verlagswesen 

„Es wird viel experimentiert“ – VBZV-Hauptgeschäftsführer Markus Rick im Interview mit dem BR – Kostendruck in der Zustellung kann auch die Redaktionen erreichen

In einem Feature des Bayerischen Rundfunks zur Zukunft des Lokaljournalismus äußerte sich VBZV-Hauptgeschäftsführer Dr. Markus Rick überzeugt davon, dass Qualitätsjournalismus in der Region zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das gälte für Beiträge in der gedruckten Ausgabe der Tageszeitung ebenso wie für die Online-Angebote. Mediennutzer seien immer digitaler unterwegs. Aber, so Rick, viele Lokalzeitungen in Bayern suchten immer noch nach dem richtigen Umgang damit: "Es wird viel experimentiert. Es werden viele neue Produkte entwickelt. Wenn diese Produkte scheitern, wird das nicht mehr als schlimm empfunden. Wir merken, dass es kein Patentrezept gibt, dass man versuchen muss, sich auf vielfältigeWeise dem Thema Digitalisierung zu nähern."

Der Bayerischen Journalisten Verband (BJV) klagt über zusätzlichen Personalabbau in den Redaktionen, der nur durch ein Mehrpensum von den verbleibenden Redakteuren aufgefangen werden könne. Dazu Rick als Vertreter der bayerischen Verleger: „Im Moment gibt es keinen größeren Personalabbau“, ergänzte aber: "Wir versuchen im Moment, den Kostendruck, der aus dem Zustellbereich kommt, von den Redaktionen fernzuhalten. Wenn wir hier keine Lösungen finden, dann ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass wir uns auch die Personalkosten im redaktionellen Bereich anschauen."

Die Sendung wurde am 06.01.2019 im Medienmagazin auf BR 5 ausgestrahlt und kann noch unter https://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/medienmagazin/podcast-medienmagazin-612019_x-100.htmlabgerufen werden.

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Springer erreicht mit seinen journalistischen Angeboten monatlich mehr als 300 Millionen Unique User 

Mit aktuell gut 300 Millionen Unique Usern der journalistischen Angebote (digital und gedruckt) hat die Axel Springer SE die Nettoreichweite im Segment News Media in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht. Dazu beigetragen hätten maßgeblich die internationalen Angebote Business Insider und Upday sowie national Bild und Welt, die im Oktober gemeinsam erstmals die Marke von 500.000 zahlenden Abonnenten überschritten haben, so der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. Bild Plus allein sei weltweit das fünftgrößte journalistische digitale Bezahlangebot und erreiche die größte Abonnentenzahl außerhalb des englischsprachigen Raums.

Ursprünglich hatte sich der Verlag zum Ziel gesetzt, bis Mitte 2019 eine halbe Million digitale Abonnenten für die beiden Newsmarken Bild und Welt zu gewinnen. Die Zielmarke wurde nun schon im Oktober 2018 erreicht. Nach IVW Paid Content für Oktober 2018 hat das kostenpflichtige Bild Plus-Angebot 416.567 Digitalleser, Welt Plus erreicht 83.574 zahlende Nutzer - insgesamt sind es 500.141 Abonnenten. Bild Plus ist damit nach Verlagsangaben vom November 2018 das größte journalistische Paid Content-Angebot in Europa und stehe mittlerweile weltweit auf dem fünften Platz (FIPP/International Federation of the Periodical Press: 2018 Global Digital Subscription Snapshot).

Mathias Döpfner: „In den USA sind wir mit Business Insider, dem digitalen Marktführer bei Wirtschaftsthemen, in diesem Jahr und schon früher als erwartet profitabel geworden. In Europa haben wir Upday als wichtigen Akteur bei News Aggregatoren weiter ausgebaut und werden auch mit diesem Angebot in 2019 Geld verdienen. National tragen die Bezahlangebote Bild Plus und Welt Plus immer mehr dazu bei, die rückläufigen Vertriebserlöse bei Print zu kompensieren. Das zeigt deutlich: Bei Axel Springer wird digitaler Journalismus zunehmend profitabler.“

(Quelle: die-zeitungen.de, 03.01.2019, 15.11.2018)

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WAN IFRA: Warum Blockchain für die Zukunft des News Publishing von Bedeutung ist 

Die WAN-IFRA hat einen Bericht über die wichtigsten Bereiche, in denen die Blockchain-Technologie in Zeitungshäusern eingesetzt werden kann, vorgelegt. 

"Die Versprechungen der Blockchain sind eine ernsthafte Herausforderung für Branchen, die auf Vermittlung, Fremdvertrieb und Transaktionsmodellen basieren. Für Nachrichtenprofis bedeutet dies, dass die radikal disruptive Natur der Technologie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Herausforderungen, Auswirkungen und Chancen erfordert. Wir hoffen, dass dieser Bericht unseren Mitgliedern und Partnern helfen wird, den Hype - der an die Internetblase erinnert - und das wahre Potenzial besser zu unterscheiden", so Vincent Peyregne, CEO WAN-IFRA.

Mit Hilfe der Blockchain-Technologie könne etwa der Schutz geistigen Eigentums gewährleistet werden, das System könne aber auch ein Weg für die Implementierung von Micropayment-Lösungen sein und lasse sich ebenso nutzbringend bei der (programmatischen) Werbevermarktung verwenden. Grundsätzlich sind alle sämtliche Verlagsbereiche mögliche Einsatzfelder.

Die Studie kann bezogen werden über http://www.wan-ifra.org/reports/2018/12/21/blockchain-and-the-future-of-news

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II. Medienpolitik

Facebook: Bundeskartellamt kündigt Entscheidung über den Vorwurf des Datenmissbrauchs an

In einem Interview mit der Rheinischen Post kündigte der Chef des Bundeskartellamts, Andreas Mundt an, dass die Behörde bereits Anfang des Jahres das Verfahren gegen die Social Media-Plattform Facebook zum Abschluss bringen wird. Es dreht sich um die Frage, ob das Unternehmen den Kunden unangemessene Geschäftsbedingungen aufzwingt und durch die Art und Weise, wie Daten gesammelt und genutzt werden, seine Marktmacht zu Lasten der Kunden missbraucht, also um den Vorwurf  des missbräuchlichen Sammelns und Verwertens von Nutzerdaten.

Die Kartellwächter gehen davon aus, dass Facebook den relevanten Markt beherrscht, so Mundt gegenüber der Rheinischen Post. Und weiter: „Facebook ist keine gemeinnützige Veranstaltung“, betonte Mundt. „Die Kunden zahlen mit ihren Daten, und sie zahlen mit Aufmerksamkeit für Werbung und Anzeigen. Wenn die Daten der Nutzer nun stärker genutzt und erhoben werden, als vielen Bürgern bewusst ist, kann man dies als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bewerten.“

Auch gegen Amazon wurde Ende November 2018 eine Untersuchung durch die Kartellbehörde aufgenommen. Dabei geht es um das Geschäftsverhältnis zwischen dem Marktplatz und vielen kleineren Händlern, die ihn nutzen, um ihre Produkte online zu verkaufen. „Wir prüfen ob Amazon hier marktbeherrschend ist und der Marktplatz für die Händler unverzichtbar ist. Uns haben zahlreiche Beschwerden erreicht, die unterschiedliche Klauseln und Verhaltensweisen von Amazon betreffen, da geht es um Kündigungsrechte, die Sperrung von Händlern, Haftungsregeln, die Frage, welches Gericht im Konfliktfall zuständig wäre und vieles mehr. Wir prüfen jetzt, ob hier Missbrauch von Marktmacht vorliegt.“

Während für den deutschen Markt die Geschäftspraxis und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen untersucht werden, ermittelt auch die EU gegen Amazon. Dort wird geprüft, ob Amazon Daten zum Nachteil kleinerer Händler unfair auswertet.

(Quelle: rp-online.de, 02.01.2019; Faz.net, 02.01.2019)

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III. Aus den Verlagen

Frankfurter Allgemeine startet Gesundheits-Podcast 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) hat ihr Audio-Angebot zu Jahresbeginn erweitert. „Gesundheit – der F.A.Z.-Podcast“ ist seit dem 8. Januar 2019 auf FAZ.net verfügbar und wird künftig wöchentlich erscheinen.

F.A.Z.-Redakteurin und Medizinerin Lucia Schmidt moderiert die Audiobeiträge und spricht mit Experten aus Medizin, Fitness und Psychologie über vielfältige Gesundheitsthemen. Der Podcast soll sich quer über alle Fachgebiete mit neuen, innovativen Behandlungen beschäftigen, Veränderungen im Gesundheitswesen beleuchten und praktische Alltagstipps geben.

„Gesundheit – der F.A.Z.-Podcast“ ist auf https://blogs.faz.net/gesundheit/ und auf iTunes und Podigee abrufbar. 

Die F.A.Z bietet dort bereits fünf weitere Podcast an: F.A.Z. Essay Podcast. Umfassende Einsichten in die Geschichte hinter den Nachrichten, den Digitec Podcast. Das Update für Ihren digitalen Wissensvorsprung, „Wie erklär ich‘s meinem Kind? Die Kolumne zum Hören., F.A.Z. Einspruch und „Am Tresen“. Der F.A.Z. Gesprächspodcast.

(Quelle: die-zeitungen.de, 09.01.2019; blog.faz.net, 08.01.2019)

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IV. Vertrieb

Bezugspreiserhöhung: Nordbayerischer Kurier, Bayreuth

 

Nordbayerischer Kurier

Bisher

ab 01.01.2019

Trägerzustellung

34,95 €

36,95 €

Postzustellung

37,00 €

39,00 €

EV Mo-Fr

1,70 €

1,80€

EV Sa

2,20 €

2,30 €

 

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V. Mitarbeiter

„Mediaberater Crossmarketing“ 2019 – Gesamtprogramm der advise- Akademie

Die Weiterbildungsplattform des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV), advise – Akademie für Medienberatung, bietet seit drei Jahren erfolgreich das Gesamtprogramm „Mediaberater Crossmarketing“ an. Das Gesamtprogramm „Mediaberater Crossmarketing“ beinhaltet 8 Seminarbausteine und 15 Seminartage, die im Jahr 2019 wie folgt geplant sind:

 

Seminar

Trainer

Termin

Crossmedia I

Christina D’Ilio 

27. - 28. Februar 2019

Verkauf I

Hans-Joachim Zehender 

10. - 11. April 2019

Crossmedia II

Christina D’Ilio

20. - 21. Mai 2019

Kreation

Barbara Seiler

4. Juni 2019

Verkauf II

Hans-Joachim Zehender

5. - 6. Juni 2019

Crossmedia III

Christina D’Ilio

11. – 12. Juli 2019

Verkauf III (Telefonverkauf)

Gaby Hinrichs

16. – 17. Oktober 2019

Best Practice

C. D'Ilio, H. Zehender 

4. - 5. November 2019

Näheres zu den Inhalten der einzelnen Bausteine entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Infofolder. 

Alle Termine finden im ARAMIS Tagungs- und Sporthotel in Gäufelden-Nebringen statt. Anmeldungen können unter http://www.advise-akademie.de/seminar/78/ oder per E-Mail an info@advise-akademie.de vorgenommen werden. 

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VBZV/VSZV-Seminarreihe „Vom Vertriebsinspektor zum verantwortlichen Gebietsleiter“

Die Verlagslogistik steht weiterhin vor enormen Herausforderungen. Im verschärften Medien-Wettbewerb sind Qualität und Produktivität der Zustellung im Fokus der Aufmerksamkeit.  Besondere Bedeutung haben dabei die Vertriebsinspektoren und Gebietsleiter. Sie müssen für die reibungslose tagtägliche Zustellung sorgen und die laufende Optimierung aktiv vorantreiben und umsetzen. Dabei geht es um Führung, Kommunikation, Organisation und Prozesse.

Die Qualifikation der Logistik-Mitarbeiter wird damit zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor. Das bisher übliche Learning-on-the-job greift zu kurz. Eine systematische Vorbereitung und begleitende Qualifizierung der Mitarbeiter für die umfangreichen Aufgaben werden immer wichtiger. 

Der VBZV/VSZV bietet daher bereits zum neunten Mal die dreiteilige Qualifizierungsmaßnahme an, die diese neuen Anforderungen und Aufgaben aufgreift und den Teilnehmern das notwendige Handwerkszeug vermittelt. An der Seminarreihe haben bereits über hundert Vertriebsmitarbeiter aus Bayern und Baden-Württemberg teilgenommen, bundesweit deutlich über 600. Die Resonanz war jedes Mal außerordentlich positiv.

In den drei aufeinander aufbauenden Modulen wird an konkreten Themen und Fällen aus der Praxis gearbeitet. Dadurch profitieren sowohl Neueinsteiger als auch erfahrene Gebietsleiter, die durch den fundierten Erfahrungsaustausch ihr Wissen und Können vertiefen können. Die Seminarteilnehmer erhalten Praxisarbeiten, die sie zwischen den Schulungsblöcken bearbeiten. So werden die Themen vertieft und eng mit der Praxis verknüpft. 

Die drei Module finden statt am

19.-20. März 2019 – Modul I

2.-3. Juli 2919 – Modul II

11.-12. September 2019 – Modul III

Tagungsort ist das zentral gelegene AGB Tagungszentrum in Beilngries, Altmühltal. 

Referenten sind die Trainer und Berater Markus Bohl (Beratung für Briefdienste und Logistik) und Anton Mayer (Training und Beratung im Personalmanagement).                 

Weitere Einzelheiten zu der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm. Anmeldungen sind unter anmeldung@vbzv.deoder  http://www.vbzv.de/seminarprogramm/möglich. Es gelten die Teilnahmebedingungen des VBZV (zu finden unter https://www.vbzv.de/seminarprogramm/), die Sie mit der Anmeldung akzeptieren.

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VI. Auszeichnungen

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis 2019

Noch bis zum 31. Januar 2019 können sich Journalistinnen und Journalisten um den Theodor-Wolff-Preis 2019 bewerben, dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen,

Mit dem Preis gewürdigt wird die Leistung von hauptberuflich journalistisch tätigen Autoren, die das Bewusstsein für Qualität und Verantwortung journalistischer Arbeit lebendig erhalten.

Ausgezeichnet werden Beiträge, die ein bedeutsames Thema behandeln oder wegen ihres Neuigkeitsgehalts und der Art der Präsentation für einen wachen Journalismus beispielhaft erscheinen. Hierfür eignen sich besonders die klassischen journalistischen Stilformen - Hintergrundbericht, Reportage, Feature, Kommentar, Glosse und Leitartikel.

Kriterien für die Auswahl sind dabei die von Theodor Wolff gesetzten Maßstäbe:

Berücksichtigt werden Beiträge, die in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 in einer deutschen Tages-, Sonntags- oder politischen Wochenzeitung gedruckt oder online erschienen sind. Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden ist, kann sich nicht ein zweites Mal bewerben.

Nähere Informationen unter http://www.bdzv.de/twp/ausschreibung/ausschreibung2019/

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