VBZV-Newsletter 37/2021

 

I. Auszeichnungen

Bayerischer Printpreis 20/21: Neun Nominierte aus rund 100 Einreichungen gekürt / Bekanntgabe der Gewinner am 28. Oktober im Rahmen der feierlichen Preisverleihung

Der Bayerische Printpreis 20/21 wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf Schloss Nymphenburg in München verliehen. Die Fachjury des Preises hat mit fachkundiger Expertise und viel Begeisterung die zahlreichen Bewerbungen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln begutachtet und verglichen. Aus den rund 100 Einreichungen wurden neun Projekte und Unternehmen ausgewählt und für den diesjährigen Preis nominiert. Die Gewinner in den Kategorien Zeitung, Zeitschrift und Druck werden im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Printmedien sind als wichtiges Mittel der Information und Unterhaltung aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Zeitungen und Zeitschriften in all ihren Darstellungs- und Verbreitungsformen übernehmen Verantwortung in unserem freiheitlich-demokratischen Staatswesen. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung des gesellschaftlichen und politischen Lebens. Mit ihren innovativen Ideen und starken, branchenübergreifenden Impulsen spielen Printmedien zudem auch eine wichtige wirtschaftliche Rolle im Freistaat.“

Besonders herausragende verlegerische, gestalterische und technische Leistungen dieser wichtigen Branche werden seit 2000 mit dem Bayerischen Printpreis ausgezeichnet. Ein weiterer Höhepunkt wird die Vergabe des Ehrenpreises sein. Ministerpräsident Dr. Markus Söder wird mit diesem auch 2021 eine besondere Persönlichkeit der Branche ehren.

 

Bayerischer Printpreis in der Kategorie „Zeitung“

Neue Ansätze bei der Publikation von Zeitungsinhalten und bei der Vermarktung von Medien werden in dieser Kategorie ausgezeichnet: neue Produktideen, innovative Prozesse, herausragendes Marketing. Für den Printpreis in der Kategorie Zeitung sind in diesem Jahr folgende drei Projekte nominiert:

„Die Corona-Berichterstattung“ der Süddeutschen Zeitung GmbH, die hier klassische journalistische Tugenden mit richtungsweisenden gestalterischen und technischen Leistungen kombiniert. Die Fachjury hebt als besonders nominierungswürdig die crossmediale Ausrichtung der Berichterstattung hervor, die mit weiteren Medienformen Ergänzungen zum Printprodukt bietet und damit, so die Jury weiter, für die Zukunft der Tageszeitung steht. 

Das Projekt „Rocketeer“, eingereicht von der Mediengruppe Pressedruck und der Augsburger Allgemeine, ist ebenfalls im Rennen um die Auszeichnung. Rocketeer ist konzipiert als Plattform für die Themen Innovation, Transformation und Digitalisierung. Neben dem initialen Festival gibt es inzwischen ein halbjährliches Magazin und eine Tageszeitungsbeilage, sowie eigene Themenseiten, digitale Dossiers, das Webmagazin rocketeer.de und Social Media Communities. Die Jury lobt das für die Region wichtige und langfristig orientierte Projekt als zukunftsgerichtetes Gesamtkonzept. 

Ebenfalls nominiert ist der Relaunch der Fuldaer Zeitung, eingereicht durch die Verlag Parzeller GmbH & Co. KG. Das Motto der Neugestaltung der Tageszeitung lautete: „Mehr Hintergrund, mehr Meinung, mehr Wert.” Getreu diesem Leitspruch war dieses Projekt eine fundamentale Veränderung in der Art und Weise wie die Themen präsentiert werden. Die Jury überzeugte dieser neue, vor allem grafische und damit eher tageszeitungsuntypische Ansatz zum Vermitteln von Inhalten.

 

Bayerischer Printpreis in der Kategorie „Zeitschrift“

Ausgezeichnet werden in dieser Kategorie besonders innovative, neue Zeitschriften oder gelungene Relaunches bereits bestehender Magazine. 

Im Rennen um den Preis in dieser Kategorie ist in diesem Jahr die Zeitschrift „Courage“ des Finanzenverlags. Courage ist Deutschlands erstes Finanz- und Karrieremagazin, das in erster Linie Frauen adressiert. Das neue Magazin trage damit besonders dem Kriterium Innovation Rechnung, so die Jury. Die Themen Karriere und Finanzen seien inhaltlich und grafisch besonders ansprechend und zielgruppengerecht aufbereitet, begründet die Jury ihre Entscheidung weiter. 

Als weiteren Kandidaten für die Auszeichnung benennt die Jury das „Grafikmagazin“, ein Magazin des Phoenix Verlag für Grafikdesign UG. Als im Dezember 2020 das fast 100-jährige Fachmagazin novum als eigenständige Publikation eingestellt wurde, beschloss das ehemalige Grafik- und Redaktionsteam mit einer eigenen Zeitschrift an den Start zu gehen. Eine inhaltlich und grafisch absolut überzeugende Neugründung mit viel Mut sich in dem umkämpften Markt behaupten zu wollen, findet die Jury. 

Die dritte Nominierung in der Kategorie Zeitschrift ist das Magazin „ma vie“, eingereicht von Hubert Burda Media und der M.I.G. Medien Innovation GmbH. Das seit 2015 erscheinende Magazin orientierte sich 2019 neu und noch stärker in Richtung Nachhaltigkeit, sowohl inhaltlich als auch gestalterisch. Die Jury findet: „Ein stringentes und in sich stimmiges Magazin, das gestalterisch direkt ins Auge fällt und zudem journalistisch überzeugt.“ 

 

Bayerischer Printpreis in der Kategorie „Druck“

Die Kategorie Druck würdigt qualitativ hochwertige und herausragende Printprodukte. Beurteilt werden insbesondere Gestaltung, Kreativität, Innovationsgrad, Druck, Verarbeitung, Ästhetik und Haptik der Einreichung. 

Nominiert ist die Imagebroschüre der Architekturspezialisten „Brüderl“ aus Traunreuth, gedruckt bei der Gerber Print GmbH. Ein echtes Erlebnis sei diese Broschüre, findet die Jury. Sie zeige einen vielfältigen Materialmix und einen Überblick über praktisch alle Druck- und Veredelungsverfahren, die zurzeit gängig und angesagt sind, ohne dabei aufdringlich zu sein.

Ebenfalls im Rennen: Das Buch „Matthias Loebermann - Tiefe Oberflächen - Bauten und Bilder“ des Büro Wilhelm. Das Buch ist als „Zwillingsbuch“ konzipiert und zeigt eine kreative Kombination der Inhalte Architektur und Malerei. Die Jury hebt das Buchobjekt als rundum gelungenes Werk mit toller Haptik hervor. Besondere Details wie der Umschlag mit Gazebezug und die offene Fadenheftung geben dem Buch eine besondere Materialität, die auch in den Werken von Matthias Loebermann sichtbar werde. 

Mit dem „VDMB Jahresmagazin 2020“ ist die Wiesendanger medien GmbH nominiert. Das außergewöhnliche Jahresmagazin überzeugte die Jury mit der besonderen Papierqualität, anspruchsvollen Drucktechniken, zahlreichen Veredelungen und ausgefeilten Buchbindefertigkeiten. Preiswürdig sei das Produkt laut Jury vor allem durch die gewitzten Spielereien des Wendemagazin, hochwertige grafische Gestaltung und spannende Haptik.

Die Jury des Bayerischen Printpreises 2021 unter dem Vorsitz von Dr. Rudolf Thiemann, Liborius-Verlagsgruppe und Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger e. V., stellte im Rahmen der Entscheidungsfindung die Vielfalt der knapp 100 außerordentlich hochwertigen und qualitativ überzeugenden Einreichungen besonders heraus. Zur Fachjury gehören außerdem Manuela Kampp-Wirtz, Chief Publishing Officer Premium, BurdaVerlag, Werner Katzengruber, Geschäftsführer, Katzengruber Development Group GmbH, Florian Kohler, Inhaber, Büttenpapierfabrik Gmund GmbH & Co. KG, Gudrun Kreutner, Mitglied der Geschäftsleitung und Leitung Unternehmenskommunikation, Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG, Sylvia Lerch, Geschäftsführerin, Sylvia Lerch Material & Produktion, Thorsten Merkle, Geschäftsführer, jule : Initiative junge Leser GmbH, Dr. Eduard Neufeld, Geschäftsführer & Institutsleiter, Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V., Holger Schellkopf, Chefredakteur, t3n Magazin – digital pioneers, yeebase media GmbH, sowie Katrin Tischer, Geschäftsführerin, Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. 

 

Über den Bayerischen Printpreis

Der Preis würdigt seit 2000 herausragende Leistungen der Printbranche. Mit einem Ehrenpreis zeichnet zudem der Bayerische Ministerpräsident eine herausragende Persönlichkeit aus, die sich in vorbildlicher Weise um den Printstandort Bayern verdient gemacht hat. Der Bayerische Printpreis wird alle zwei Jahre vom Verband Bayerischer Zeitungsverleger e. V. (VBZV), dem Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern e.V. (VZB) und dem Verband Druck und Medien Bayern e. V. (VDMB) bundesweit ausgeschrieben. Mit ihm würdigen die bayerischen Printverbände als Veranstalter in Kooperation mit dem Freistaat Bayern Spitzenleistungen aus dem Printbereich. Er ist neben dem Film-, Buch- und Fernsehpreis einer der vier Bayerischen Medienstaatspreise.

 

Weitere Informationen unter www.bayerischer-printpreis.de

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II. COVID 19-Pandemie

Erhebliche Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter im Freistaat

Am 04. Oktober 2021 hat der bayerische Ministerrat erneut über Anpassungen der Corona-Maßnahmen beraten. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde mit Wirkung vom 06. Oktober 2021 in folgenden Punkten geändert:

 

Beschlossen  wurde auch die Unterstützung der bayerischen Veranstaltungswirtschaft durch Entschädigung bei Corona-bedingten Absagen: 

Zur Umsetzung der Beschlüsse wurden am 05. Oktober 2021 Änderungen der 14. BayerischInfektionsschutzmaßnahmenverordnung (IfSMV) verkündet. Parallel dazu wurde eine Begründung veröffentlicht.

https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2021-715/

https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2021-716/

(Quelle: vbw-bayern.de, 05.10.2021)

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III. Aus den Verbänden

 

Sigrun Albert übernimmt Hauptgeschäftsführung des BDZV 

Sigrun Albert (49) übernimmt ab 1. April 2022 die Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin, dem auch unser Verband angehört. Sie folgt auf Dietmar Wolff, der nach 17 Jahren im Amt des Hauptgeschäftsführers auf eigenen Wunsch zunächst in eine Altersteilzeit und anschließend in den Ruhestand gehen wird.

„Frau Albert wird mit ihren vielseitigen unternehmerischen Erfahrungen die Geschäftsstelle weiterentwickeln und die Mitgliedsverlage bei der Transformation ins Digitale optimal unterstützen. Wir freuen uns, dass Herr Wolff diesen Stabwechsel mit seiner großen Verbandskenntnis begleiten und für Sonderprojekte weiter zur Verfügung stehen wird,“ erklärt BDZV-Präsident Dr. Mathias Döpfner.

Sigrun Albert verantwortet seit 2019 bei der Schweizer NZZ Mediengruppe als Chief Product Officer und Mitglied der Geschäftsleitung die Weiterentwicklung der digitalen und Print-Produkte sowie den Innovationsprozess. Zudem ist sie als Verwaltungsrätin mehrerer Tochter-Unternehmen der NZZ tätig. U. a. ist sie verantwortlich für die Steuerung des Zurich Film Festivals (ZFF) und des Bauinformationsdienstes Bindexis sowie Verwaltungsrätin für CH Media und Architonic, der Online-Community für Architektur und Design.

Albert, studierte Germanistin war zuvor mehrere Jahre als Geschäftsführerin Digital und Zeitungs- und Anzeigenblattverlage bei der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg tätig, wo sie u.a. den Bereich Digital Ventures aufbaute.

Begonnen hatte sie ihre berufliche Laufbahn mit einem Volontariat und einer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule. Albert war anschließend beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr als Redaktionsleiterin Brigitte.de und später als Chefredakteurin und Geschäftsführerin von Brockhaus tätig.

(Quelle: BDZV, PM ; unternehmen.nzz.ch, 01.10.2021; turi2.de, 10.12.2016)

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IV. Sonstiges

 

Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“: Jetzt auch offen für freie Journalistinnen und Journalisten 

Die vor rund zwei Jahren vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien ins Leben gerufene Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ ist nicht zuletzt auch dank der Unterstützung unserer Mitgliedesunternehmen äußerst erfolgreich: Es gab bisher knapp 300 Prüfbitten zu Hasspostings, über 200 Ermittlungsverfahren und über 30 rechtskräftige Verurteilungen. Inzwischen wurden fast 200 Redakteurinnen und Redakteure aus den Medienhäusern von der Generalstaatsanwaltschaft München geschult. Nun wurde das Projekt erweitert und auch freien Journalistinnen und Journalisten den Zugang zu unserem Online-Meldesystem unter folgenden Voraussetzungen zu ermöglicht:

Die freien Medienschaffenden sind 

• für ein Medienunternehmen tätig oder 

• Mitglied in einem Journalistenverband aus dem Verteiler der BLM. 

Um Hasspostings über die Projektcloud melden zu können, müssen interessierte Journalistinnen und Journalisten an einer Online-Schulung der Generalstaatsanwaltschaft München teilnehmen. Am 19. November 2021 ist von 10.00 bis 12.00 Uhr ein weiterer Schulungstermin geplant (siehe https://www.blm.de/konsequent-gegen-hass.cfm). Anmeldungen per Mail an konsequentgegenhass@blm.de. 

(Quelle: BLM, 07.10.2021)

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