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VBZV-Newsletter 16/2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie gerne über folgende Themen informieren:

- Verleger warnen: Urheberrecht darf nicht geschleift werden
- Die Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit ist Bürgerpflicht - Gemeinschaftsaktion der Verlegerverbände in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz
- VSZV/VBZV-Workshop „Ausdrucksstark moderieren und präsentieren“ am 30. Juni in Stuttgart
- Straubing / Landshut: Mediengruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung ordnet das Geschäftsfeld digitale Märkte neu

 

I. Medienpolitik

 

Verleger warnen: Urheberrecht darf nicht geschleift werden

Die Zeitungsverleger stemmen sich gegen Eingriffe zu ihren Lasten bei der Reform des europäischen Urheberrechts. „Kulturgüter und geistige Leistungen dürfen nicht kostenlos sein“, sagte Valdo Lehari jr., Vizepräsident des Europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA), der Deutschen Presse-Agentur zum Tag des Urheberechts am 23. April.

Die Verlage wenden sich vor allem gegen Vorschläge der im EU-Parlament federführenden Abgeordnete Julia Reda von der Piratenpartei. Diese will die Verwendung von Fotos, Filmausschnitten und Texten erleichtern und die Regeln in der EU einheitlich gestalten. Reda hatte argumentiert, technisch überholte und von Land zu Land unterschiedliche Urheberrechtsregeln seien eine unverhältnismäßige Hürde für alltägliche Handlungen im Internet. Sie fordert deshalb einheitliche Schutzfristen und Urheberrechtsschranken in ganz Europa und neue Ausnahmen für die Online-Ausleihe und die automatisierte Auswertung von Text und Daten („text and data mining“).

Lehari, zugleich Verleger des „Reutlinger General-Anzeigers“, kritisierte Redas Entwurf, weil dieser in „erschreckendem Maße“ die Bedeutung des Urheberrechts für den Erhalt der Medienlandschaft missachte. Die Verleger setzten deshalb große Hoffnungen auf den zuständigen EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU). „Wir wissen das Thema bei Oettinger in guten Händen“, sagte der. Die Zeitungshäuser erwarteten, dass angesichts des digitalen Wandels das Urheberrecht ausgeweitet und nicht eingeschränkt werde. Der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft will bis zum Sommer 2015 einen Gesetzesentwurf ausarbeiten. Oettinger hatte erklärt, er wolle dafür sorgen, dass private Nutzer und Unternehmen für die Inhalte anderer im Internet zahlen. Das solle auch für Google und andere Firmen gelten. Verwertungsgesellschaften, die die Abgaben an Künstler und Autoren verteilen, sollten künftig europaweit arbeiten können. Bisher gibt es in den EU-Ländern unterschiedliche Regelungen zum Urheberrecht. Lehari erläuterte, Deutschland und Spanien hätten mit dem Leistungsschutzrecht für Presseverleger einen wichtigen Schritt getan, um journalistische Produkte in der digitalen Welt besser zu schützen. Es sei aber wichtig, dass nun die anderen Länder folgten.

Valdo Lehari jr. ist seit 2004 Mitglied im Präsidium des Europäischen Zeitungsverlegerverband mit Sitz in Brüssel. ENPA gehören Verlegerverbände aus 24 Ländern an. Sie repräsentieren rund 5200 nationale, regionale und lokale Zeitungen.

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Die Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit ist Bürgerpflicht
Gemeinschaftsaktion der Verlegerverbände
in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz

 

Ein demokratisch verfasstes Europa braucht eine freie, selbstbewusste Presse. Medienmacher dürften sich durch islamistischen Terror wie die Attentate von Paris und Kopenhagen oder die Anschläge extremistischer Gesinnungstäter gegen Journalisten und Verlagshäuser weder provozieren noch verschrecken lassen. Das erklärten die Präsidenten der deutschsprachigen Verlegerverbände anlässlich ihres Treffens am 16. April in Luxemburg.

Allerdings sei die Verteidigung des Rechts auf Meinungs- und Pressefreiheit nicht allein Sache von Verlegern und Journalisten, betonten die Vertreter von BDZV, Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Schweizer Medien und Luxemburgischer Verlegerverband. „Alle Demokraten sind jeden Tag aufs Neue gefordert, auf der Pluralität der Meinungen zu bestehen - und auf der Freiheit, sie zu äußern.“ An die Politik richteten die Verbandspräsidenten den Appell, die Rahmenbedingungen für die Arbeit einer freien und unabhängigen Presse zu sichern. Sorgen bereite beispielsweise die geplante Datenschutzverordnung, die große Unternehmen bevorzugen könnte. Das Wettbewerbsverfahren gegen Google müsse endlich zu einem guten Ende geführt werden. Es gelte, das Urheberrecht in Europa zu stärken. Ferner müsse der höhere Mehrwertsteuersatz bei elektronischen Produkten an den reduzierten Satz der gedruckten Presse angepasst werden.

Im Vorfeld des Internationalen Tags der Pressefreiheit (am 3. Mai) haben die deutschsprachigen Verlegerverbände eine gemeinsame Anzeige für die Pressefreiheit angekündigt, die allen Zeitungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg zum Abdruck in der Wochenendausgabe am 2./3. Mai angeboten wird.

„Deutschland ist eines der wenigen Länder weltweit, in denen das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit nicht nur im Grundgesetz verankert ist, sondern täglich gelebt wird“, sagte dazu BDZV-Präsident Helmut Heinen. „Doch auch hier gibt es Attacken auf das freie Wort, werden Journalisten beleidigt, bedroht oder sogar tätlich angegriffen, nur weil sie ihre Arbeit tun. Wir wehren uns gegen jeden Versuch, die freie Presse mundtot zu machen.“

„Die Einschränkung der Pressefreiheit hat viele Gesichter“, so Alvin Sold, Präsident des Luxemburger Verlegerverbands A.L.E.J. „Leider erleben wir auch in modernen Demokratien, wie immer wieder versucht wird, die freien Medien durch wirtschaftlichen Druck oder den Entzug von Mitteln in ihren Grundfesten zu erschüttern. Echte Demokraten müssen beherzt für die Lebensfähigkeit der Presse eintreten. Nur so garantieren sie eine lebendige, bürgernahe Demokratie.

„Der schreckliche Anschlag auf das Pariser Satiremagazin ‚Charlie Hebdo’ hat Europas Wahrnehmung auf die Pressefreiheit verändert. Heute ist das Bewusstsein größer, dass es unverzichtbar ist, für die Pressefreiheit Tag für Tag einzustehen", betonte VÖZ-Präsident Thomas Kralinger und ergänzte: „Jedoch zeigen aktuell die Cyberangriffe auf den französischen Fernsehsender TV5 und die belgische Mediengruppe Rossel, dass sich für Medien ganz neue Bedrohungsszenarien auftun. Die Pressefreiheit braucht unabhängige Zeitungen und Magazine, die auf wirtschaftlich gesunden Beinen stehen und Journalisten, die sich nicht unter Druck setzen lassen. Das ist auch hierzulande keine Selbstverständlichkeit und dafür müssen wir weiter kämpfen.“

„Die Bundesverfassung der Schweiz schreibt ausdrücklich die Presse- und Meinungsfreiheit vor“, sagte Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Medien. „Es ist ein Freiheitsgut, dem zu Recht ein hohes Gewicht beigemessen wird. Die Schweiz gehört mit zu jenen Ländern, die sich dafür einsetzen, dass Presse- und Meinungsfreiheit weltweit zu einem Gut jedes Menschen werden.“

Anzeige zur Veröffentlichung am 2./3. Mai 2015. Unter dem Link www.bdzv.de/fileadmin/bdzv_hauptseite/aktuell/ pressemitteilungen/2015/assets/Anzeige_Pressefreiheit.zip können Sie einen zip-Ordner herunterladen, in dem Grafiker alle nötigen Dokumente, Schriften und Informationen finden. Unten links auf der Anzeige ist ist ein Platzhalter, teilnehmende Verlage können dort ihr Logo platzieren. Das Sujet wurde von der Wiener Agentur Lowe GGK realisiert.

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II. Mitarbeiterwesen

 

VSZV/VBZV-Workshop „Ausdrucksstark moderieren und präsentieren“ am 30. Juni in Stuttgart

 

Viele Mitarbeiter stehen regelmäßig vor der Herausforderung, überzeugend und wirksam komplexe Informationen in Kundengesprächen, vor Kollegen oder einem größeren Publikum zu präsentieren. Studien belegen, dass am wenigsten die Botschaften, sondern viel eher die Persönlichkeit, das Erscheinungsbild und die Glaubwürdigkeit das Publikum wesentlich beeinflussen. Gefragt sind daher keine einstudierten Gesten oder rhetorische Finessen, sondern Authentizität und Charisma.

Vor diesem Hintergrund bieten VSZV und VBZV den Workshop „Ausdrucksstark moderieren und präsentieren“ an

am Dienstag, 30. Juni 2015, 10 bis 17 Uhr

Alte Kanzlei Stuttgart

Schillerplatz5A

70173 Stuttgart

Tel. 0711 - 294457

Der von der Referentin Claudia Karrasch, trainInstinct GmbH, durchgeführte Workshop richtet sich an Verlagsmitarbeiter aus allen Bereichen, junge sowie erfahrene Führungskräfte, zu deren Aufgabenfeld es gehört, komplexe Informationen in Kundengesprächen, vor Kollegen oder einem größeren Publikum verständlich, wirksam und überzeugend zu präsentieren.

In dem VSZV/VBZV- Workshop wird sowohl die Vorbereitung als auch die zielorientierte Durchführung einer Präsentation intensiv gefördert. Eine anschauliche Darstellung der Präsentation ist entscheidend, diese muss entsprechend dem Adressatenkreis und Präsentationsziel spezifisch vorbereitet sein. In diesem Zusammenhang wird der richtige Einsatz von Visualisierungshilfsmitteln überprüft und optimiert.

Weiterhin will der professionelle Umgang mit Fragen, Einwürfen der Zuhörer, aber auch störenden Rahmenbedingungen während eines Vortrages trainiert sein. Als Redner zu überzeugen und Sicherheit im Auftreten zu signalisieren – dafür sind Kenntnisse der Rhetorik unabdingbar. Aufbauend auf persönlichen Stärken werden konkrete Hilfestellungen für das freie Sprechen reflektiert und verstärkt.

Einzelheiten zu der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm. Anmeldungen sind unter www.vszv.de/verlagsmitarbeiter oder mittels des ebenfalls beigefügten Bogens möglich.

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III. Verlage

 

Straubing / Landshut: Mediengruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung ordnet das Geschäftsfeld digitale Märkte neu

 

Zum 1. April 2015 wurde Lutz Teubert zum „Gesamtleiter Digital“ ernannt und ist für die strategische Entwicklung aller digitalen Geschäftsfelder verantwortlich.

Teubert (47, Dipl.-Wirtschaftsgeograf univ.) engagierte sich langjährig im Aufbau der digitalen Märkte der Mediengruppe. Er entwickelte zahlreiche Produkt- und Vermarktungsideen für verschiedene Kundenkreise. Er arbeitete aktiv an der Vernetzung der Verkaufsstrukturen zwischen Print und Online und baute ein weit über das Zeitungsverbreitungsgebiet hinaus gehendes Kunden-Netzwerk auf.

Mit der neuen Besetzung des Verantwortungsbereiches soll eine übergreifende Verbindung zwischen den einzelnen Aktivitäten der Standorte des Digitalgeschäftes in München, Landshut, Straubing und Cham zügig vorangetrieben werden. Zwischen den Portalen idowa.de und az-muenchen.de sollen Synergien genutzt werden sowie neue strategische Ansätze entwickelt und umgesetzt werden. Die schon bisher von Lutz Teubert als Geschäftsführer geleitete Digital-Agentur IdowaPro mit rund 40 Mitarbeitern wird dazu Ressourcen und Entwicklungs-Kompetenz einbringen.

Neben zahlreichen Beteiligungen und den dynamischen digitalen Geschäftsfeldern gehören zum Medienhaus Straubinger Tagblatt/ Landshuter Zeitung 16 regionale Zeitungsausgaben, 7 Anzeigenblätter und seit 2014 die Abendzeitung München. (Infos: Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung Verlagsleitung
Ludwigsplatz 32
94315, Straubing Tel.: 09421 / 940-6001)

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Seminare:

 

06.-07.05.2015     Follow-up Workshop für Gebietsleiter, Beilngries 

21.-22.05.2015     Vom Vertriebsinspektor zum verantwortlichen Gebietsleiter, Beilngries

09.06.2015           Aktuelles Anzeigenrecht – Print und Online, München

09.-10.07.2015     Vom Vertriebsinspektor zum verantwortlichen Gebietsleiter, Beilngries

21.07.2015           Schwierige Mitarbeitergespräche führen, Stuttgart

24.-25.09.2015     Vom Vertriebsinspektor zum verantwortlichen Gebietsleiter, Beilngries

07.10.2015           Aktuelles Anzeigenrecht – Print und Online, Stuttgart

15.10.2015           Erfolgreich texten im Anzeigenverkauf – klassisch und digital, München

 

 

 

Termine:

 

28.04.2015           VBZV-Jahrestagung 2015, Nürnberg

29.04.2015           BDZV-Anzeigenausschuss, Frankfurt am Main

11.05.2015           VBZV-Chefredakteurskonferenz

13.05.2015           VBZV-Vertriebsausschuss, München

27.05.2015           BDZV, AG Recht, Braunschweig

24.06.2015           BDZV-Vertriebsausschuss, Landshut

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

Harald Schyrbock


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