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VBZV-Newsletter 24/2010
08.07.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie über folgende Themen informieren:

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Europäische Zeitungsverleger fordern Werbefreiheit
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Bundesarbeitsgericht: Internetzugang für den Betriebsrat ist regelmäßig erforderlich
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Ergebnisse der Funkanalyse 2010: Reichweiten-Zuwächse für Lokalradio und Lokalfernsehen
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BLM-Präsident Ring: "Im Hinblick auf eine strukturelle Förderung vor allem des lokalen Fernsehens ist das letzte Wort noch nicht gesprochen"
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BLM-Hörfunk- und Lokalfernsehpreise 2010 verliehen
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2.700 Webradios aktuell in Deutschland: Zuwachs gegenüber 2009 über 40 Prozent, BLM-Webradiomonitor 2010 veröffentlicht
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VBZV-Online-Ausschuss: Nächste Sitzung am 21.07.2010 in Bamberg
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IT-Leiter der bayerischen Verlage treffen sich in Kempten

 

I. Medienpolitik

 

1. Europäische Zeitungsverleger fordern Werbefreiheit

 

Die europäischen Zeitungsverleger fordern von der EU, den Werbemarkt nicht weiter zu beschränken, damit die Tageszeitungen überleben können. Nach einem Gespräch mit EU-Kom­missionspräsident Jose Manuel Barroso äußerten sich die Zeitungsmacher verhalten optimistisch. Barroso habe zugesagt, die Forderungen aufzunehmen, erklärte der Vorsitzende des Europäischen Zeitungsverlegerverbandes (ENPA), Valdo Lehari jr., am 29. Juni 2010. Die EU-Kommission plane lediglich, Kinder- und Jugendliche vor einem uneingeschränkten Einfluss der Werbung zu schützen.

„Eins unserer wichtigen Anliegen ist es, dass die EU-Kommission bei ihrer Politikgestaltung nicht nur die neuen Medien wie das Internet berücksichtigt, sondern auch an die klassische Zeitung denkt“, sagte Lehari, Herausgeber des „Reutlinger General-Anzeigers“. Damit habe er bei Barroso offene Türen eingerannt. „Die Tageszeitungen spielen eine Rolle, die keiner ersetzen kann“, sagte der Portugiese laut dem „General-Anzeiger“. Die Tageszeitung sei wichtig, denn sie setze Themen und bestimme die intellektuelle Debatte.

Lehari und seine Verlegerkollegen betonten erneut, wie essentiell ein wirksames Urheberrecht für das Überleben der Presse sei. „Das Material, das wir produzieren, gelangt eins zu eins in die elektronischen Medien, die dann damit Geld verdienen“, sagte Lehari. Einerseits müssten diese Inhalte der Zeitungen geschützt und andererseits Bezahlsysteme im Internet gefördert werden.


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2. Bundesarbeitsgericht: Internetzugang für den Betriebsrat ist regelmäßig erforderlich

 

Nach dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 20.1.2010 (Az.: 7 ABR 79/08) darf der Betriebsrat einen Zugang zum Internet zur sachgerechten Wahrnehmung der ihm obliegenden betriebsverfassungsrechtlichen Aufgaben regelmäßig nach § 40 Abs. 2 BetrVG für erforderlich halten, sofern dem keine berechtigten Interessen des Arbeitgebers entgegenstehen. Zur Begründung des Anspruchs bedarf es nicht (mehr) der Darlegung konkreter, aktuell anstehender betriebsverfassungsrechtlicher Aufgaben, zu deren Erledigung Internet-Informationen benötigt werden. In Anbetracht der offensichtlichen Dienlichkeit des Internets zur Aufgabenerfüllung des Betriebsrats sei vielmehr bereits dann, wenn dieser überhaupt betriebsverfassungsrechtliche Aufgaben wahrnehmen würde, davon auszugehen, dass das Internet der Erfüllung dieser Aufgabe diene. In Abgrenzung zu seinen früheren Entscheidungen stellt das BAG klar, dass die vom Betriebsrat zu beurteilende Dienlichkeit eines Sachmittels zu seiner Aufgabenerfüllung nicht erst dann gegeben ist, wenn er ohne den Einsatz des Sachmittels seine gesetzlichen Pflichten vernachlässigen würde.


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III. Neue Medien / Rundfunk / Internet

 

1. Ergebnisse der Funkanalyse 2010: Reichweiten-Zuwächse für Lokalradio und Lokalfernsehen

 

Nach den Ergebnissen der Funkanalyse Bayern 2010 ist Antenne Bayern weiterhin das erfolgreichste Radioprogramm in Bayern. 32,4 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag Antenne Bayern. Das sind 3,6 Mio. Hörer. Die Bayerischen Lokalradios werden täglich von 28,4 Prozent der Einwohner über 10 Jahren in Bayern gehört und damit von rund 3,15 Mio. Personen. Das erfolgreichste Programm des Bayerischen Rundfunks ist Bayern 1 mit einer Reichweite von 30,3 Prozent in der bayerischen Bevölkerung.

Die 17 lokalen Fernsehsender in Bayern werden werktags von jeweils durchschnittlich 814.000 Personen ab 14 Jahren gesehen. 14,1 Prozent der in Kabelhaushalten lebenden Personen schalten täglich von Montag bis Freitag ein lokales TV-Programm ein. Die lokalen Fernsehprogramme belegen damit in der Tagesreichweite im Kabel den neunten Platz hinter ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, dem Bayerischen Fernsehen, VOX und RTL2.

Für die Funkanalyse Bayern 2010, die in diesem Jahr zum 22. Mal durchgeführt wurde, wurden im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und der bayerischen privaten Hörfunk- und TV-Anbieter von TNS Infratest MediaResearch insgesamt etwa 39.500 Personen befragt.

Die erfolgreichsten lokalen Radioprogramme in Bayern sind hitradio.rt1 in Augsburg mit 30,2 Prozent Tagesreichweite, Radio Plassenburg in Kulmbach mit 22,1 Prozent und Radio Gong Würzburg mit 22 Prozent. Die am meisten gehörten Lokalprogramme in den beiden bayerischen Ballungsräumen, wo die Konkurrenz deutlich größer ist, sind in München Radio Gong 96,3 mit einer Tagesreichweite von 15,5 Prozent und in Nürnberg Radio F/Radio Franken mit einer Reichweite von 10,9 Prozent. Von den insgesamt 12 bayerischen Jugendradio-Stationen Radio Galaxy kommt das Galaxy-Programm in Coburg mit einer Tagesreichweite von 21,2 Prozent auf den höchsten Wert. Im Durchschnitt erreichen alle Galaxy-Stationen an Werktagen in ihren Sendegebieten und ihrer Kernzielgruppe der 14 bis 29-Jährigen eine Reichweite von 27,9 Prozent.

Insgesamt hören 87,5 Prozent der Bevölkerung in Bayern ab 10 Jahren täglich Radio. Die durchschnittliche tägliche Hördauer liegt dabei bei den ab Zehnjährigen bei 243 Minuten. Davon entfallen 113 Minuten auf private Hörfunkprogramme und 124 Minuten auf die Programme des Bayerischen Rundfunks, die restlichen 7 Minuten auf außerbayerische Programme. - 27,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren haben schon einmal Radio über das Internet gehört; 7,3 Prozent tun dies ein- bis mehrmals die Woche.

Über 60 Prozent der Bevölkerung Bayerns verfügen über mindestens eine digitale Empfangsmöglichkeit im Bereich des Fernsehens, entweder über Satellit (39,4 Prozent), Kabel (12,8 Prozent), DVB-T (17,0 Prozent) oder DSL (0,9 Prozent). Dabei wird der DVB-T-Empfang vor allem für Zweit- und Drittgeräte genutzt.

Was die Gesamtheit der Bevölkerung in allen Fernsehhaushalte in Bayern angeht, empfangen 42,2 Prozent ihr Fernsehprogramm über Breitbandkabel, 53,4 Prozent über Satellit, 3,5 Prozent ausschließlich über DVB-T und 0,9 Prozent über DSL. Von der Bevölkerung in Satellitenhaushalten empfangen 73,7 Prozent ihre TV-Programme digital, bei den Kabelhaushalten sind es 29,3 Prozent.

Der bezogen auf die Tagesreichweite erfolgreichste lokale Fernsehsender in Bayern ist Donau TV, der in seinem Verbreitungsgebiet werktags 36,0 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren erreicht. Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen, die Montag bis Freitag zwischen 18:00 und 18:30 Uhr ausgestrahlt werden, ist Oberpfalz TV mit einem Marktanteil von 36,6 Prozent. Im bayernweiten Durchschnitt liegt der Marktanteil der RTL-Fenster bei 14,5 Prozent.

Die höchsten Zuschauerzahlen aller lokalen TV-Programme erreichen münchen.tv mit 189.000 Zuschauern täglich von Montag bis Freitag und TV Oberfranken mit 94.000 Zuschauern. - Das landesweite Fernsehprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern", das Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr im Programm von Sat.1 ausgestrahlt wird, kommt in dieser Zeit auf einen Marktanteil von 10,7 Prozent. Das ist in diesem Zeitraum hinter dem Bayerischen Fernsehen der zweithöchste Marktanteil aller TV-Programme in Bayern.

Aus Sicht des Präsidenten der BLM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, ist es erfreulich, dass die lokalen Hörfunk- und Fernsehangebote in Bayern leichte Reichweitengewinne erzielen konnten. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung würde es aber für die Lokalstationen immer schwieriger, ihre Wettbewerbsposition zu halten. Es dürfe auch nicht übersehen werden, dass die Hörfunkprogramme des Bayerischen Rundfunks zusammen erstmals seit vielen Jahren einen höheren Marktanteil erzielen als die privaten Programmangebote. Gefordert seien nun einerseits die Medienpolitik, die dafür sorgen müsse, dass auch die private Seite wirtschaftlich wieder eine faire Chance im dualen System erhalte. Andererseits müssten aber auch die Unternehmen selbst sich auf ihre Stärken konzentrieren und bereit sein, in Programm und Personal zu investieren. "Wer am Personal und an dessen Qualifikation spart, der spart an der falschen Stelle", so Ring. (BLM Pressemitteilung vom 6.7.2010)


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2. BLM-Präsident Ring: "Im Hinblick auf eine strukturelle Förderung vor allem des lokalen Fernsehens ist das letzte Wort noch nicht gesprochen"

 

Vor rund 500 Gästen eröffnete der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, am Dienstag im CongressCenter Ost der NürnbergMesse die 18. Lokalrundfunktage. An den beiden Veranstaltungstagen, 6. und 7. Juli, fanden 17 Workshops zu aktuellen Themen des lokalen Rundfunks statt. Insgesamt kamen über 1.100 Teilnehmer zu den Lokalrundfunktagen in Nürnberg.

In seiner Eröffnung wies der BLM-Präsident darauf hin, dass der lokale Rundfunk derzeit sowohl mit strukturellen als auch mit konjunkturellen Herausforderungen konfrontiert sei: "Alle klassischen Medienunternehmen stehen zumindest unter einem zweifachen Druck: Es geht sowohl um strukturelle als auch um konjunkturelle Fragen. Zu den strukturellen Fragen, mit denen sich der lokale Hörfunk auseinandersetzen muss, gehört der schon länger anhaltende Trend, dass die Programme des Bayerischen Rundfunks in der Gunst der Hörer wieder deutlich zugelegt haben, die Tatsache, dass die Konkurrenz in den lokalen Märkten vor allem durch Internet-Angebote stärker geworden ist und die fortschreitende Digitalisierung es mit sich bringt, dass die junge Generation zum Teil in einer ganz anderen Medienwelt aufwächst."

In einer solchen Situation müssten die Anbieter auf Lokalität und Qualität setzen, so Ring. "Im öffentlich-rechtlichen Radio und bei größeren Privatstationen hat es in den letzten Jahren einen weiteren Professionalisierungsschub gegeben. Viele Anbieter haben mit Erfolg konsequent auf Programm-Forschung gesetzt und auf die Umsetzung deren Ergebnisse. Wir müssen gemeinsam Überlegungen anstellen, wie auch die lokalen Stationen solche Instrumente neben der Funkanalyse verstärkt nutzen können. Um erfolgreich lokalen Rundfunk zu betreiben, braucht man aber vor allem auch entsprechend ausgebildetes Personal. Und da irritiert mich schon, dass z.B. die Zahl der Anmeldungen für die Aus- und Fortbildungsworkshops der BLM in den vergangenen Monaten sowohl im Bereich des Hörfunks als auch beim Fernsehen kontinuierlich zurückgegangen sind, obwohl die Anbieter dafür nur einen geringen Unkostenbeitrag aufbringen müssen. Natürlich ist mir klar, dass wir es hier mit vielschichtigen Problemlagen zu tun haben. Aber ich sage Ihnen auch ganz deutlich: Wer am Personal und an dessen Qualifizierung spart, der spart an der falschen Stelle." - Gleichzeit machte der BLM-Präsident deutlich, dass die Landeszentrale im Hinblick auf den Zeitpunkt der Ausschreibung regionaler Multiplexe für Digitalradio die derzeitige wirtschaftliche Situation der lokalen Stationen berücksichtigen werde.

Die Zukunft des lokalen Fernsehens betreffend machte der BLM-Präsident keinen Hehl daraus, dass er darüber enttäuscht ist, dass es der Staatsregierung nicht gelungen ist, im Rundfunkgebühren-Staatsvertrag eine Öffnungsklausel zur Förderung lokaler Inhalte aufzunehmen: "Damit wurde eine Chance vertan in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Position der lokalen und regionalen Sender zu stärken." Dazu passt, so Ring, auch, dass sich die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrem Treffen Anfang Juni nicht einmal auf einen Einstieg in den Ausstieg aus der Werbung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk einigen konnten." - Ring machte aber gleichzeitig auch deutlich, dass er sich von den jüngsten Beschlüssen nicht entmutigen lässt: "Schließlich gibt es vom Bayerischen Landtag einen klaren Beschluss zum Erhalt des lokalen Fernsehens, der von Niemandem in Frage gestellt wird. Also müssen und werden wir uns ab sofort mit neuen denkbaren Modellen beschäftigen. Ein Ansatzpunkt ist dabei, wieder über eine neutrale Infrastruktur nachzudenken, deren Finanzierung für beide Seiten des dualen Systems erfolgt und nicht nur für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dabei gibt es mehrere denkbare Varianten, so etwa ein Infrastrukturentgelt unter Einbeziehung der Infrastrukturbetreiber. Im Übrigen ist auch nicht nachvollziehbar, dass zukünftig jeder Haushalt einen Beitrag für das Rundfunksystem leistet, aber nur die Öffentlich-Rechtlichen die Einnahmen für Investitionen in neue Technik und Infrastruktur nutzen dürfen. Ich möchte noch einmal ganz klar betonen, im Hinblick auf eine strukturelle Förderung vor allem des lokalen Fernsehens, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen."


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3. BLM-Hörfunk- und Lokalfernsehpreise 2010 verliehen

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Lokalrundfunktage in Nürnberg wurden am Dienstag, 6. Juli 2010, zum 23. Mal die BLM-Hörfunk- und zum 19. Mal die BLM-Lokalfernsehpreise für herausragende Beiträge im lokalen Rundfunk in Bayern vergeben. - Mit Ausnahme der Kategorie "Werbung und Promotion" sind alle Preise mit 3.000 Euro dotiert. Die Gewinner in der Kategorie "Werbung und Promotion" erhalten 1.500 Euro.

Preisträger Hörfunk:

Der Preis in der Kategorie "Aktuelle Berichterstattung und Information" ging an Marc de Vere Peratoner, Kerstin Rausch-Meier und Claudia Bachmann von Radio Bamberg für ihre Serie "Lokalpolitik hautnah", die sich mit der Arbeit des Bamberger Stadtrats im Jahr 2009 beschäftigt und dabei verschiedene journalistische Formen wie Live-Schaltung, Talk und Hintergrundbericht einsetzt.

Den Preis in der Kategorie "Unterhaltung und Comedy" gewannen Christoph Schott und Christopher Hyna von Radio Galaxy Bamberg für die Rubrik "Die Radio Galaxy Nachrichtenrapper", in der sie die wichtigsten Nachrichten der Woche den jugendlichen Hörern in Form von Raps nahebringen.

Der BLM-Nachwuchspreis ging an Sebastian Hensel von egofm für seinen Beitrag "Madonna & Pink versus Muff Potter & Filthy Dukes - Was ist relevant?". In der zweistündigen Talksendung "Sprechstunde" wird über die Relevanz von Wikipedia-Einträgen diskutiert. Thomas Kilian von Radio Gong 96,3 München, der unterschiedliche Berufsgruppen an einem gewöhnlichen Arbeitstag begleitet hat, gewann den Preis in der Kategorie "Spartenprogramm und Sondersendung".

In der Kategorie "Spartenprogramm und Sondersendung" wurden zwei Anerkennungspreise vergeben. Prämiert wurde einerseits Petra Langer von der Radioredaktion Diözese Würzburg für ihre Serie "Abenteurer mit Bibel und Rosenkranz: Missionare gestern und heute", in der sie die Arbeit von Missionaren in verschiedenen Ländern darstellt. Eine weitere Anerkennung ging an Dr. Jens Nöller und Christian Salmen von der Dienstleistungsgesellschaft für Bayerische Lokalradioprogramme für ihre Sondersendung zum 40. Jahrestag der Mondlandung.

Den Preis in der Kategorie "Werbung und Promotion" erhielt Franz Wimberger vom Funkhaus Passau, der die Hörer dazu aufgerufen hat, in einer großen gemeinsamen Sammelbestellung Heizöl oder Pellets zu ordern und damit einen deutlich günstigeren Preis zu erhalten.

Preisträger Fernsehen:

Den Preis in der Kategorie "Aktuelle Berichterstattung und Information" gewann Silvio Baumgarten von TV touring Würzburg für seinen Beitrag "Mehr als Essen auf Rädern". In ihm beschreibt er den täglichen Konflikt eines Ausfahrers von "Essen auf Rädern" zwischen seinem knappen Zeitplan und der Zuwendung zu den Personen, die von ihm ihr Essen erhalten.

Der Preis in der Kategorie "Unterhaltung" ging an Sandra Rieß von Franken TV für ihren Beitrag "Tag der Franken", von dem offensichtlich die wenigsten Franken tatsächlich wissen.

In der Kategorie "Spartenprogramm und Sondersendung" wurde Anita Read von der Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e.V. für ihren Beitrag "Schade, dass wir was Besonderes sind - Das Leben mit einem behinderten Partner" ausgezeichnet. Darin wird die Beziehung zwischen einem schwerstbehinderten Mann und seiner Partnerin geschildert. Eine Anerkennung hat die Jury in dieser Kategorie an Vanessa Hartmann und Andreas Holzmüller von der Medienwerkstatt Franken e.V. vergeben. In ihrem Beitrag "Eine Woche - zwei Leben" beleuchten sie das Leben von Berufspendlern.

Der Preis für "Werbung und Promotion" wurde an Renate Pollinger für die Crosspromotion-Aktion "TVA Superkicker" verliehen. Der lokale Fernsehsender TVA Regensburg hat dabei die besten Nachwuchsfußballer der Region gesucht. 

Galaxy Music Award:

Zum zehnten Mal wurde im Rahmen der Lokalrundfunktage der von Radio Galaxy vergebene Galaxy Music Award verliehen. Gewinner war in diesem Jahr das aus dem Allgäu stammende Duo "Sternblut" mit den Schwestern Ramona und Deborah, die bei dem traditionellen Medienfest auf der Kaiserburg live zu hören waren.


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4. 2.700 Webradios aktuell in Deutschland: Zuwachs gegenüber 2009 über 40 Prozent,
BLM-Webradiomonitor 2010 veröffentlicht

Durch den Ausbau des Breitband-Internets haben sowohl die Nutzung als auch die Zahl der Webradios stark zugenommen: Ende April 2010 sendeten knapp 2.700 deutsche Webradios über das Internet. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl um über 700 Sender gestiegen. Seit 2006 (mit damals 450 Internetsendern) stieg die Anbieterzahl in Deutschland damit pro Jahr um rund 56 Prozent. Deutlich zugenommen hat auch die mobile Nutzung: Knapp die Hälfte aller Webradios sind heute mobil über das Handy zu empfangen.

Der Webradiomonitor 2010 ist die umfangreichste Marktanalyse zu Anbietern, Nutzung, Reichweiten und Werbeumsätzen von Webradios in Deutschland. Die Studie, die bei den Lokalrundfunktagen in Nürnberg vorgestellt wurde, wurde im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) von der Berliner Strategieberatung Goldmedia erstellt und erscheint nach 2009 zum zweiten Mal. Die Analyse basiert auf einer Primärdatenerhebung mittels Befragung aller Webradio-Anbieter in Deutschland, die von April bis Juni 2010 durchgeführt wurde.

Im aktuellen Webradiomonitor wurden im April 2010 exakt 2.692 deutsche Webradios erfasst. Davon sind 80 Prozent ausschließlich im Internet empfangbar (Internet-Only-Angebote), die anderen sind überwiegend Live-Streams der UKW-Radio-Sender (Simulcast-Streams). Den etablierten UKW-Sendern bietet der Webradioauftritt die Chance, ihre Reichweiten zu erhöhen und durch spezielle Web-Angebote neue Zielgruppen anzusprechen. Gab es 2009 insgesamt 127 UKW-Online-Submarken, sind es heute bereits 151.

Zum Webradiouniversum gehören zudem personalisierte Dienste bzw. UGC (User Generated Content) wie Last.fm oder laut.fm sowie diverse Webradio-Aggregatoren, zum Beispiel radio.de oder phonostar.de. Letztere konnten gegenüber 2009 ihre Marktanteile deutlich steigern und werden für die Reichweitengenerierung gerade kleiner Online-Only-Webradioangebote immer wichtiger. Nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) entfallen bereits 17 Prozent der Reichweite Webradio-Angebote auf solche Aggregatoren.

Das Interesse der Nutzer an Webradios steigt von Jahr zu Jahr. Rund 11 Millionen Deutsche hörten laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 zumindest gelegentlich Webradio, bereits 12 Prozent der Onliner nutzten Webradios regelmäßig. Das wachsende Interesse zeigt sich auch an den im Webradiomonitor 2010 erhobenen täglichen Zugriffszahlen. Die Internet-Only-Sender gaben diese mit durchschnittlich rund 6.500 an, die UKW-Streams verzeichnen 13.500 und UKW-Submarken ca. 2.000 ausgelieferte Streams pro Tag.

Webradio wird anders genutzt als klassisches Radio: Während UKW-Hörfunksender hauptsächlich am Morgen eingeschaltet werden, konzentriert sich die Nutzung bei Webradio auf den Abend. Bei den Webradio-Angeboten der UKW-Sender ist die klassische Nutzungskurve im Tagesverlauf jedoch noch erkennbar: Die höchste Nutzung findet hier tagsüber und mittags statt. Webradio ergänzt somit das klassische UKW-Radio.

Webradionutzung wird zunehmend mobil und kommt aufs Handy – das sagen rund 70 Prozent der für den Webradiomonitor 2010 befragten Sender und sehen darin zugleich einen der wichtigsten Wachstumsfaktoren. Rund 44 Prozent aller Streaming-Angebote sind heute bereits mobil empfangbar. Zugenommen haben auch die Mobile-App-Angebote der Sender: Mehr als 70 Prozent der UKW-Webradioveranstalter gaben an, über eigene Apps zu verfügen, durchweg alle für das iPhone. (BLM-Pressemitteilung 47/2010 vom 7. Juli 2010)


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5. VBZV-Online-Ausschuss: Nächste Sitzung am 21.07.2010 in Bamberg

 

Die nächste Sitzung des VBZV-Online-Ausschusses findet auf Einladung der Mediengruppe Oberfranken GmbH & Co. KG in Bamberg statt.

Termin: Mittwoch, 21. Juli 2010

Themen, die u. a. behandelt werden:

E-Publishing: Was passiert gerade am Markt? Wo liegen die Chancen für Zeitungshäuser? Wie können sie sie nutzen?

Bericht aus der BDZV-Arbeitsgruppe Multimedia/ Elektronisch Publizieren

Relaunch in Nürnberg

"360 Grad" in Bamberg

Für nähere Informationen bzw. bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an die VBZV-Geschäftsstelle, Dorothea Fontaine, Tel.: 089/ 45 55 58-0.


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6. IT-Leiter der bayerischen Verlage treffen sich in Kempten
 

Auf Einladung der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH treffen sich die IT-Verantwortlichen der VBZV-Mitgliedsverlage in Kempten

Termin: Mittwoch, 28. Juli 2010

Für die Tagesordnung vorgesehen sind u. a. folgende Themen:

E-Mail-Archivierung - Mimosa (Präsentation der Lösung beim Allgäuer Zeitungsverlag)

Secunia - Sicherheitsscanner im Testbetrieb

Mail-Marketing-System: Erfahrungsaustausch

E-Publishing

Für nähere Informationen bzw. bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an die VBZV-Geschäftsstelle, Dorothea Fontaine, Tel.: 089/ 45 55 58-0.


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Termine:

21.07.2010                  VBZV-Online-Ausschuss, Bamberg

25.11.2010                  VBZV-Vertriebsleitertagung, München
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
gez. Harald Schyrbock


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