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VBZV-Newsletter 38/2009
15.10.2009

        Sehr geehrte Damen und Herren,

       wir möchten Sie zu folgenden Themen informieren:

        - Verleger erwarten von Koalition stabile und ökonomisch vernünftige Rahmenbedingungen
        - Zeitungsverleger kritisieren publizistische Tätigkeit der Post: „Staat und Presse sind aus gutem Grund getrennt“
        - Printgipfel: Videokonferenz mit Jeff Jarvis - BDZV und VBZV erwarten 600 Teilnehmer
        - Anzeigenpreisänderung
        - Regensburger City Mail ist TNT-„Zustellpartner des Jahres“
        - Kurse für Zeitungsjournalisten bei der Akademie der Bayerischen Presse (ABP)     

        - Wenn Videos Schule machen: inFranken.de und E.ON Bayern laden Schüler zum Mausklecks-Videopreis ein       
        - Amazon-Lesegerät Kindle: Deutsche Zeitungen und Zeitschriften zeigen wenig Interesse

 

I. Pressewesen

 

1. Verleger erwarten von Koalition stabile und ökonomisch vernünftige Rahmenbedingungen

 

Die Zeitungsverleger erwarten, dass die Regierungsparteien im Rahmen ihrer Koalitionsverhandlungen für die 17. Legislaturperiode übereinkommen, den geltenden reduzierten Mehrwertsteuersatz für Zeitungen zu erhalten, ein Leistungsschutzrecht für die Presse zu schaffen und die Lockerung der Regeln zur Pressefusionskontrolle zu prüfen. „Diese Punkte sollten klar und deutlich in den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP aufgenommen werden“, forderte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff in Berlin. Die Zeitungen setzten darauf, dass es mit der neuen Bundesregierung zu zuverlässigen und ökonomisch vernünftigen politischen Rahmenbedingungen komme. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe dies bei Gesprächen im Vorfeld der Bundestagswahl bereits zugesagt.

Darüber hinaus stünden aber auch noch weitere Themen ganz oben auf der Agenda. So solle künftig der reduzierte Mehrwertsteuersatz auch für elektronische Presseangebote gelten. Ferner solle die Privilegierung der Deutschen Post AG bei der Mehrwertsteuer gegenüber anderen Briefdiensten endlich abgeschafft werden. Zumal hier Kapital geschaffen werde, das es der Deutschen Post ermögliche, auch in andere Märkte einzutreten und zum Beispiel mit Produkten wie „Einkauf Aktuell“ und neuen Plattformen im Internet zu Lasten der Zeitungen in den Werbemarkt einzugreifen. Der BDZV erinnerte auch an die Zusagen der Koalitionsparteien, weitere Beschränkungen am Werbemarkt verhindern zu wollen. Angesichts der aktuellen Diskussion über Alkoholwerbung oder der auf europäischer Ebene geplanten Pflichtinformationen bei Anzeigen für Autos oder energierelevante Produkte, die einer Enteignung des Anzeigenraums gleichkämen, müsse ausdrücklich Schluss sein mit jeglichen inhaltlichen Eingriffen in die kommerzielle Kommunikation. Ferner dürfe der Rechtsrahmen beim Datenschutz künftige Geschäftsmodelle zur Finanzierung von Qualitätsmedien im Internet nicht beeinträchtigen oder benachteiligen. Auch warnten die Zeitungsverleger vor Überlegungen, die Steuerfreiheit von Nacht- und Sonntagszuschlägen zu überprüfen.




2. Zeitungsverleger kritisieren publizistische Tätigkeit der Post: „Staat und Presse sind aus gutem Grund getrennt“

Der BDZV hat die rechtswidrige publizistische Tätigkeit der Deutschen Post AG erneut kritisiert. Anlass war die wöchentliche Postwurfsendung der Deutschen Post AG, „Einkauf Aktuell“, die einen Tag vor der Bundestagswahl mit einem Wahlplakat der CDU aufmachte, gefolgt von einem Interview der „Einkauf Aktuell“-Redaktion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Es gibt in Deutschland das klare Gebot der Trennung von Staat und Presse, und dies wird durch derartige Aktionen untergraben“, erklärte dazu der BDZV in Berlin.

Immerhin halte der Bund noch 30 Prozent am ehemaligen Staatsunternehmen Post AG. „Dieser neuerliche journalistische Vorstoß des angeblichen Werbeblatts zeigt, dass wir mit unserer eingereichten Klage auf dem richtigen Weg sind“, bekräftigte der BDZV. Sowohl die Zeitungsverleger als auch der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) kritisieren seit Jahren die de facto Verleger-Tätigkeit der Deutschen Post, die nur durch eine unzulässige Quersubvention von „Einkauf aktuell“ möglich werde. „Darüber hinaus nutzt die Post ihre monopolistische Marktsituation, um ihr Blatt an die Kunden zu verteilen. Dies ist ein massiver und nicht länger hinnehmbarer Eingriff in das Kerngeschäft der Verlage“, betonte der BDZV.


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II. Medientage München 2009

Printgipfel: Videokonferenz mit Jeff Jarvis - BDZV und VBZV erwarten 600 Teilnehmer

Der Internet- und Google-Experte Jeff Jarvis wird doch am diesjährigen Printgipfel von Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) teilnehmen. Zwar erlaubt sein Gesundheitszustand nach überstandener schwerer Erkrankung noch immer keine persönliche Anreise nach München, jedoch wird er via Videokonferenz zu den über 600 erwarteten Teilnehmern sprechen.

Einführen in den Printgipfel wird Andreas Scherer, Geschäftsführer der „Augsburger Allgemeinen“ und erster Vorsitzender des VBZV. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Siegfried Schneider.

Der im Rahmen der Münchener Medientage am 29. Oktober 2009 stattfindende Printgipfel steht unter dem Motto: „Verlage am Wendepunkt?“. In Anschluss an Jarvis` Keynote werden unter Moderation von stern.de-Chefredakteur Frank Thomsen folgende Experten über Zukunftsvisionen für die Zeitungsbranche diskutieren: Helmut Heinen (BDZV-Präsident, Köln), Professor Miriam Meckel (Direktorin Universität St. Gallen), Claus Strunz (Chefredakteur „Hamburger Abendblatt“), Philipp Welte (Vorstand Hubert Burda Media, München) sowie Bernd Ziesemer (Chefredakteur „Handelsblatt“, Düsseldorf).

„Zwischen Community und personalisierter Zeitung“ heißt das zweite große Thema von BDZV und VBZV. Community-Plattformen erleben einen ungebremsten Zuwachs. Vor allem für junge Zielgruppen sind die sozialen Netzwerke eine Art virtueller Heimat. Die Zeitungen stehen vor der Herausforderung, diese Entwicklungen zu nutzen und mit ihren klassischen Angeboten zu verknüpfen. Dazu kommt das wachsende Bedürfnis der Mediennutzer nach einem diversifizierten Informationsangebot der Zeitung. Wie müssen Zeitungsverlage auf diese Veränderungen der Informations- und Kommunikationskultur reagieren? Was bedeutet das für das Geschäftsmodell der Zeitung? Darüber debattieren: Andreas Arntzen (Geschäftsführer Elektronische Medien, Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover), Gregor E. Dorsch (Geschäftsführer Syntops, Augsburg), Jens Lönneker (Geschäftsführer rheingold Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen, Köln), Clemens Riedl (Geschäftsführer StudiVZ, Berlin), Martin Wunnike (Verlagsleiter „Mittelbayerische Zeitung“, Regensburg).

Die Moderation übernimmt Annette Milz, Chefredakteurin des „Medium Magazins“ (Frankfurt am Main). Das vollständige Programm der Medientage München 2009, Anmeldeunterlagen sowie aktuelle Informationen gibt es unter www.medientage-muenchen.de.


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III. Anzeigen

 

Anzeigenpreisänderung





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IV. Vertrieb

 

Regensburger City Mail ist TNT-„Zustellpartner des Jahres“

 

Die deutsche TNT-Post, eine Tochter der niederländischen Post, hat die City Mail Regensburg GmbH als besten von 130 Zustellpartnern ausgezeichnet. Die TNT würdigte damit die Bestnoten bei Qualitätsmessungen. Dazu gehörten insbesondere die Einhaltung von Laufzeitvorgaben, die Zustellquote sowie die Laufzeit von Redressen, Sendungen, die nicht zugestellt werden konnten, weil etwa der Empfänger unbekannt verzogen ist. City Mail Regensburg GmbH ist eine 100-pro­zentige Tochter der Mittelbayerischen Zeitung und stellt für die TNT Werbesendungen (Kataloge) und Tagespost in ihrem Zustellbezirk zu. 

 

V. Mitarbeiterwesen

 

Kurse für Zeitungsjournalisten bei der Akademie der Bayerischen Presse (ABP)

 

Die Akademie der Bayerischen Presse (ABP), zu deren Trägerverbänden der VBZV gehört, veranstaltet in der nächsten Zeit folgende Kurse für Zeitungsjournalisten; mit MiR - Management in Redaktionen - gekennzeichnete Seminare sind leitenden Kräften in Redaktion und Verlag vorbehalten. Es können auch Anmeldungen von angehenden Führungskräften berücksichtigt werden:

- MiR - Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten, 28. - 29. Oktober in München 290 Euro ohne U/V)
- Investigative Recherche vom 5. bis 6. November in München (140 Euro ohne U/V)
- Redigieren - Zeitung vom 9. bis 11. November in München (210 Euro ohne U/V)
- Grundkurs II - Zeitung vom 9. bis 20. November in Kulmbach (680 Euro ohne U/V, 1.450 Euro mit U/V im Einzelzimmer)
- MiR - Blattmachen Zeitung vom 16. bis 17. November in München (290 Euro ohne U/V)
- Fotoreportage vom 7. bis 11. Dezember in München (450 Euro ohne U/V)
- Kreatives Schreiben - Zeitung II vom 10. bis 11. Dezember in München (240 Euro ohne U/V)
- Wissenschaftsjournalismus vom 14. bis 18. Dezember in München (400 Euro ohne U/V)
- Rhetorik vom 11. bis 13. Januar 2010 in München (360 Euro ohne U/V)
- Newsdesk vom 21. bis 22. Januar 2010 in München (180 Euro ohne U/V)
- Sportreportage vom 25. bis 29. Januar 2010 in München (350 Euro ohne U/V).

Bei Grundkursen gibt es Ermäßigungen für Mitglieder des VBZV. Näheres erfahren Sie auf der Web-Seite der ABP (www.a-b-p.de) oder unter Tel. 089/499992-0.

VI. Neue Medien / Internet

 

1. Wenn Videos Schule machen: inFranken.de und E.ON Bayern laden Schüler zum Mausklecks-Videopreis ein

 

Die virtuelle Schülerzeitung der Mediengruppe Oberfranken, mausklecks.de, hat zusammen mit den Partnern infranken.de und E.ON Bayern die dritte Auflage des Mausklecks-Videopreises aufgelegt. Dem Sieger winken 1.000 Euro Preisgeld und den weiteren platzierten Videokünstlern attraktive Sonderpreise. 

„Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, was kann dann erst ein Film alles erzählen?“ Genau diese Frage sollen Bayerns Schüler beim 3. Mausklecks-Videopreis beantworten – und die Antwort muss sich nicht zwangsläufig mit dem Schulalltag beschäftigen.

Für den Inhalt oder die Ausgestaltung der Streifen gibt es keinerlei Beschränkungen. Egal ob Reportage, Kurzfilm, Comedy oder Video-Clip, alle Darstellungsformen sind bei dem Wettbewerb zugelassen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Filme von Video-AGs oder von Einzelpersonen erstellt wurden. Teilnahmeberechtigt sind alle Schüler, von der Förderschule bis hin zum Gymnasium.

„Wir freuen uns schon wieder auf spannende Beiträge aus bewegten und bewegenden Bildern, wie die großartigen Filme aus dem Wettbewerb des vergangenen Schuljahres“ so Walter Schweinsberg, Geschäftsführer der Mediengruppe Oberfranken.

Die Videos können direkt über die Homepage www.mausklecks.de in das Portal hochgeladen werden. Zudem ist es möglich, die selbst produzierten Videos auf DVD direkt per Post zum Wettbewerb einzureichen. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010.

Josef Schönhammer, Pressesprecher von E.ON Bayern, sagt über die Gründen für das Engagement des Konzerns: „Wir wollen den Jugendlichen eine Chance bieten, in eine aktive Rolle zu schlüpfen, um Medien selbst zu gestalten. Also weg vom reinen Konsumenten hin zum Produzenten, zum Macher, zum Filmemacher“. (Postanschrift – mit dem Stichwort „Mausklecks“: inFranken – Elektronische Medien GmbH & Co. KG, Gutenbergstraße 1, 96050 Bamberg)

 
 
 

2. Amazon-Lesegerät Kindle: Deutsche Zeitungen und Zeitschriften zeigen wenig Interesse

 

Deutsche Zeitungen und Zeitschriften halten offenbar noch wenig von dem neuen elektronischen Lesegerät von Amazon, dem E-Reader Kindle. Dies berichtet das Wochenmagazin Werben & Verlaufen (W&V). Danach sind bislang nur Angebote der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dem "Handelsblatt" und der "Wirtschaftswoche" verfügbar. Andere Titel wie der "Stern" überlegen noch, können sich aber bislang nicht zu Kooperationen durchringen.

Grund für die Zurückhaltung sei u. a. die Darstellung auf dem Bildschirm, die bislang keine Farbbilder zulässt. Fotos und Infografiken, die beispielsweise für den "Focus" so wichtig seien, könnten dort nicht wieder gegeben werden, so eine Sprecherin des Burda-Verlags gegenüber W&V.

Entscheidend aber sei die fehlende Beziehung zum Leser. Beim Modell Kindle, das dieser Tage auch auf den deutschen Markt kommt, schließt Amazon direkt einen Vertrag mit dem Abonnenten ab. Die Verlage verlören damit den Einfluss auf Preisgestaltung und den Kontakt zum Kunden und damit auch die Möglichkeit, ihn mit Werbeangeboten zu kontaktieren. Erfolgreiche Geschäftsmodelle im E-Publishing könnten aber nur aufgebaut werden, wenn die Verlage weiterhin direkte Beziehungen zu ihren Lesern hätten. (Quelle: w+v, 14.10.2009)


Seminare:

20.10.2009                  Fallstricke des Wettbewerbsrechts, Stuttgart
22.10.2009                  Rechtsfragen Zustellpersonal, Stuttgart
23.10.2009                  Erfolgreich texten im Anzeigenverkauf II – Aufbaukurs, München
27.11.2009                  Praxis-Workshop Communitites, München


Termine:

20.10.2009                  VBZV-Anzeigenleitertagung, Augsburg
21.10.2009                  Urhebervertragsrecht, Bonn
28.-30.10.2009                  Medientage München
02.11.2009                  BDZV-AG Recht, Stuttgart
11.11.2009                  MBT-, RBTZ-Gesellschafterversammlungen, München (vorauss.)
11.11.2009                  BDZV-Vertriebsausschuss
25.11.2009                  VBZV-Vertriebsleitertagung, München
26.11.2009                  BDZV-Anzeigenausschuss
30.11.2009                  Urhebervertragsrecht, Bonn


Mit freundlichen Grüßen

gez. i. A. Harald Schyrbock


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