VBZV-Newsletter 23/2017

 

I. Verlagswesen

Stabile Reichweite der gedruckten Tageszeitungen – Werberelevante Zielgruppen sind intensive Leser – Digitalauflage weiter wachsend

Nach den jüngsten Erhebungen der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) können die Tageszeitungen bundesweit eine konstant hohe Reichweite der gedruckten Ausgaben verzeichnen.

Die Printausgaben der Zeitungen werden demnach täglich von knapp 41 Millionen deutschsprachigen Leser ab 14 Jahren genutzt.  Das entspricht  57,9 Prozent der Bevölkerung. Fast die Hälfte der Nutzer liest regionale Titel (46,9 Prozent), was einer Reichweite von 32,9 Millionen Lesern  pro Tag entspricht. Kaufzeitungen erreichen täglich fast 11 Millionen und überregionale Abo-Zeitungen 3,2 Millionen Leser. Neben der starken Präsenz der Tageszeitungen in der Altersklasse 30+, zählen auch ein Drittel der 14- bis 29-Jährigen (32,7 Prozent) zur täglichen Leserschaft.

Überdurchschnittliche Reichweiten erzielen die Tagezeitungen dabei in Zielgruppen, die für Werbungtreibende besonders attraktiv sind: gut ausgebildete Menschen mit überdurchschnittlicher Konsumkraft. Für 61,4 Prozent der Menschen mit Abitur und Studium ist die tägliche Zeitungslektüre selbstverständlich. Auch wer über mehr als 1.500 Euro persönliches Nettoeinkommen verfügt, greift besonders häufig zur Zeitung. 65,7 Prozent dieser kaufkräftigen Zielgruppe lesen sie täglich. Die relevanten Zielgruppen werden also bestens über Werbung in der Tageszeitung erreicht. 

Für die diesjährige ma 2017 Tageszeitungen wurden 132.862 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren befragt.  Die von der agma herausgegebene ma Tageszeitungen ist die maßgebliche Media-Analyse für den deutschen Zeitungsmarkt und liefert Reichweiten und Leserschaftsdaten, allerdings ausschließlich für die Printausgaben der Tagezeitungen.

Nach einer Sonderauswertung der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft aus der Studie best for planning (b4p 2016-III) liegt die Gesamtreichweite von Printausgaben und Digitalauftritten der Zeitungen bei 86,9 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung. 60,4 Millionen Deutsche ab 14 Jahren lesen regelmäßig Zeitung.

Für die Ermittlung dieser Nettoreichweite wird jeder Leser nur einmal gezählt, egal wie oft er die Zeitung genutzt hat oder auf welchem Kanal.

Die digitale Zeitung ist dabei weiter auf dem Vormarsch. Im zweiten Quartal 2017 wurden  in Deutschland pro Erscheinungstag 1.207.122 Exemplare abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von 23,5 Prozent.

Den größten Anteil daran haben die Tageszeitungen mit 958.689 verkauften digitalen Zeitungsausgaben pro Tag -  einem Anstieg um 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alleine die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen verkauften im 2. Quartal 2017 722.945 ePaper-Exemplare. Die Auflage der Sonntagszeitungen stieg um 30,1 Prozent und liegt nun bei 156,619 verkauften digitalen Zeitungsausgaben. Die Wochenzeitungen konnten 91.814 digitale Exemplare absetzen – einem Plus von 37,1 Prozent.

Einen deutlichen Anstieg verzeichnen auch die ePaper-Abonnements: 50,9 Prozent der digitalen Zeitungsauflagen waren im 2. Quartal 2017 abonniert. Die aktuell 614.113 ePaper-Abos zeigen eine Zunahme um 28,3 Prozent (2/2016: 478.762).

Dies zeigt die Auflagenstatistik der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft auf Basis der aktuellen IVW-Erhebung für das zweite Quartal 2017. Als ePaper wird nur die 1:1-Abbildung der gedruckten Zeitung gezählt. Weitere digitale Zeitungsangebote wie Onlineportale, Mobilangebote oder Apps zählen nicht zur ePaper-Auflage. Insgesamt meldeten im 2. Quartal 2017 199 Zeitungen ihre ePaper-Auflagen an die IVW (2/2016: 195 Zeitungen).

Quelle: Quelle: agma Presseinfo 26.07.2017; diezeitungen.de 26.07.2017, 07.08.2017

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II. Logistik

Drogeriemarktkette Rossmann kooperiert mit Amazon

Nach Basic, Feneberg, Kochhaus und der Bienen Apotheke schließt sich nun offenbar auch Rossmann Amazons Schnelllieferservice "Amazon Prime Now" an. Die Drogeriemarktkette und der Onlinehändler Amazon arbeiten ab sofort zusammen. In Berlin können sich Kunden des kostenpflichtigen Angebots Amazon Prime mehr als 5000 Produkte von Haushaltswaren über Kosmetikartikeln bis hin zu Bio-Lebensmitteln liefern lassen, teilten die beiden Unternehmen mit.

Die Bestellungen sollen entweder für 6,99 Euro innerhalb von einer Stunde oder kostenlos in einem wählbaren Zweistundenfenster geliefert werden. Amazon stelle die Onlineplattform sowie die Logistik.

Rossmann verkauft seine Artikel auch über die eigene Website, allerdings mit gewöhnlichen Versand-Lieferzeiten. Der Internetanbieter betreibt mit Prime Now einen eigenen schnellen Lieferdienst für Nutzer seines kostenpflichtigen Abo-Angebots. Die Artikel werden innerhalb einer Stunde oder zu einem festgelegten Zeitpunkt zugestellt. Einziger Nachteil: Bislang müssen Kunden, die über die "Amazon Prime Now"-App bei Rossmann, Basic, Feneberg, Kochhaus und der Bienen Apotheke einkaufen, jeweils eigene Warenkörbe mit individuellem Mindestbestellwert füllen und werden noch von jedem Partner separat beliefert.

Prime Now gibt es im Moment nur in Berlin und München, weitere Städte sollen folgen. Vor allem Berlin wird derzeit von Händlern, insbesondere von Lebensmittelhändlern wie Rewe, Edeka oder Real als Testlabor für Online-Bestellungen genutzt.

Von bestimmten Artikeln kann Amazon Prime Now nun verschiedene Angebote von unterschiedlichen Händlern anbieten. Nach Ansicht von Branchenkennern  sucht Rossmann die Zusammenarbeit auf strategischer Ebene und betrachte Amazon nicht nur als reinen Vertriebskanal: Der Drogeriemarkt könnte zum Beispiel durch den Einblick in Kundendaten profitieren, die dem Unternehmen bisher nicht zugänglich waren. 

 Quelle: Spiegel.de, 09.08.2017; welt.de, 08.08.2017; Internetworld.de 4.8.2017

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III. Anzeigengeschäft

 

VBZV-Planungsseminar 2017 in Regensburg: Einfach Zeitung!

Das VBZV-Seminar „Einfach Zeitung“, das in Kooperation mit den Verlagsvertretungen Glauner, Schaible und von Schroetter sowie der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) durchgeführt wird, hat auch in diesem Jahr wieder großen Zuspruch gefunden.

Zwanzig Junior-Mediaplaner sind der Einladung der Mittelbayerischen Zeitung nach Regensburg gefolgt. Im Rahmen des zweitägigen Praxisworkshops ermöglichten erfahrene Referenten und Verlagsvertreter den jungen Nachwuchsplanern aus bayerischen Media-Agenturen wertvolle Einsichten, wie sich Tageszeitungen durch geschickte Planung als Werbeträger nutzen lassen.

Martin Wunnike, Vorsitzender der Geschäftsführung des Mittelbayerischen Verlags, begrüßte die jungen Nachwuchsplaner persönlich. Josef Pöllmann, geschäftsführender Chefredakteur führte durch den Newsroom, in dem die Nachrichten für die verschiedenen Ausspielkanäle produziert werden. Zusammen mit der vorangegangenen Druckereibesichtigung konnten sich die Mediaplaner einen ersten Eindruck von der großen Bandbreite eines modernen Medienunternehmens machen. Andrea Koch, Geschäftsleiterin bei der Agentur Mediaplus, gab dann in ihrem Vortrag wertvolle Tipps und Hilfestellungen für die Tageszeitungsplanung. Thomas Sarnowski von redblue erläuterte, warum die Tageszeitung auch in Zukunft ein wichtiges Medium bleibt. Abends genoss man das gesellige Beisammensein bei einer kulinarischen Stadt(ver)führung – Erfahrungen wurden ausgetauscht und Kontakte geknüpft.

Neben den verschiedenen Vorträgen und Führungen stand am zweiten Tag des Workshops die praktische Arbeit in den Übungsagenturen im Mittelpunkt: Unter der Anleitung der Verlagsvertreter haben sich die Seminarteilnehmer im Rahmen eines Fallbeispiels mit den Themen Briefing, Planung und Darstellung beschäftigt. In der abschließenden Präsentation wurden die einzelnen Arbeiten von dem Juror Thorsten Stork beurteilt.

Die Mittelbayerische Zeitung erwies sich als ein ausgezeichneter Gastgeber des Planungsseminars. Stellvertretend für die bayerischen Zeitungsverlage präsentierte sie die klassische Tageszeitung als moderne und leistungsstarke Mediengattung – sowohl in gedruckter als auch digitaler Form.

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IV. Aus den Verlagen

Gregor Peter Schmitz neuer Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen

Dr. Gregor Peter Schmitz (42) wird neuer Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen. Er tritt die Nachfolge von Walter Roller (66) an, der 2018 in den Ruhestand geht.

Schmitz ist seit 2015 Leiter des Hauptstadtbüros sowie Chef des Ressorts Politik und Weltwirtschaft der Wirtschaftswoche. Er begann seine Karriere 2005 als Leiter des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung. Von 2007 bis 2013 arbeitete er für das Nachrichtenmagazin Spiegel und für Spiegel Online als Amerika-Korrespondent in Washington und von 2013 bis 2015 als Europa-Korrespondent mit Sitz in Brüssel.

Für seine journalistische Arbeit wurde er unter anderem mit dem Arthur F. Burns-Preis und dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. 2013 veröffentlichte Schmitz sein erstes Buch "Wetten auf Europa – Gespräche mit George Soros", das zum Spiegel-Bestseller wurde. Der promovierte Jurist und Politikwissenschaftler hat in München, Paris, Cambridge und Harvard studiert.

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Gregor Peter Schmitz einen äußerst profilierten Journalisten und Manager auch von Digitalisierungsprojekten als Nachfolger für Walter Roller gewinnen konnten", sagte Alexandra Holland, Herausgeberin der Augsburger Allgemeine. "Die Augsburger Allgemeine ist eine starke Medienmarke in Bayern und unserer Region und mit einer täglichen Gesamtauflage von über 306.000 Exemplaren eine der führenden regionalen Tageszeitungen in Deutschland. Mit Gregor Peter Schmitz an der Spitze unserer Redaktion wird die Augsburger Allgemeine ihre Position insbesondere vor dem Hintergrund der digitalen Transformation der Medienbranche und unserem unverändert hohen Anspruch an journalistische Qualität weiter ausbauen."

Quelle: Augsburger Allgemeine, 27.07.2017

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V. Auszeichnung

Prädikat wertvoll: Doppelte GAD-Auszeichnung für die Weinbücher der SZ

Zum 51. Mal rief die Gastronomische Akademie Deutschland in diesem Jahr zum Literarischen Wettbewerb auf. Zum ersten Mal mit dabei: Bücher der Süddeutschen Zeitung Edition. Und das Ergebnis: Gold und Silber für die beiden Bücher rund um den Wein.

Als bestes Buch mit der Goldmedaille in der Kategorie „Getränke“ ausgezeichnet wurde „Wie schmeckt trocken“ von Deutschlands bisher einzigem Sommelier-Weltmeister und Master of Wine Markus Del Monego. Mit seinem Buch eröffnet Del Monego Weinwelten, die in herkömmlichen Weinführern nicht so leicht zu finden sind. In vielen großen und kleinen Geschichten erzählt er unterhaltsam von den vielen populären Irrtümer und Mythen, die sich um so manche Flasche ranken.

„Wein. Das Buch“ wurde als besonders empfehlenswertes Buch über alle Kategorien hinweg mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Das Buch des gelernten Sommeliers Ralf Frenzel ist Weinkunde für die Sinne in Wort und Bild. Im Mittelpunkt des mit Kork veredelten Prachtbands stehen Charakter und Profil der besten Rebsorten und die Welt der Sensorik. Beliebten Gerichten vom Zander bis zum Tafelspitz werden zudem passende Weinempfehlungen gegenübergestellt. Neben klassischen Genüssen wird auch mit ungewöhnlichen Kombinationen überrascht.

„Wir freuen uns über die Auszeichnungen des GAD. Gleichzeitig sind sie uns Ansporn, auch in Zukunft Bücher auf hohem Niveau für unsere anspruchsvollen Leser zu veröffentlichen. Diesen Herbst erscheint noch ‚Wie schmeckt rot‘ von Markus Del Monego, als Fortsetzung des prämierten Titels ‚Wie schmeckt trocken‘“, so Anja Häse, Leiterin der SZ Edition.

Quelle: SWMH, 31.07.2017

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VI. Veranstaltungen

 

„Wie Technik den Journalismus verändert“ – Tutzinger Journalistenakademie am 7./8.9.2017

Am 7. und 8. September findet die Tutzinger Journalistenakademie statt: Unter dem Titel „Wie Technik den Journalismus verändert“ zeigen Nach-, Vor- und Querdenker, was in der Medienwelt der nächsten Jahre möglich ist. Ihre Themen sind Künstliche Intelligenz und die automatisierte Kommunikation mit den Nutzern, die Personalisierung der News-Angebote auf den verschiedenen Endgeräten sowie 360-Grad-Berichterstattung und Virtual Reality. Wie Journalistinnen und Journalisten in dieser neuen Medienwelt ihre Rolle finden können, wird Thema der Abschlussdiskussion sein.  Aktuelle Projekte und Möglichkeiten werden vorgestellt, Visionen diskutiert und die eine oder andere Handlungsempfehlung erarbeitet.

Das Programm und die Anmeldung finden Sie unter:

https://www.apb-tutzing.de/programm/tagung/36-2-17

https://www.apb-tutzing.de/programm/anmeldung.php?tid=10032

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Roadshow „EU-Datenschutzgrundverordnung 2018 – Das ändert sich für Verlage“

Ab dem 25. Mai 2018 wird in Deutschland ein neues Datenschutzrecht gelten – zum einen die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), zum anderen das überarbeitete Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

Wir bieten unseren Mitgliedsverlagen die Teilnahme an insgesamt vier Roadshow-Workshops an, die wir zu den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und den daraus resultierenden Konsequenzen speziell für die Medienhäuser gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e. V. (BDZV) und den anderen Landesverbänden veranstalten.

Die Workshops finden an folgenden Terminen statt:

10. August in Hannover

20. September in Stuttgart

27. September in München

05. Oktober in Düsseldorf

Michael Siegert, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte Siegert und Keller, Freiburg, ist Referent bei allen vier Workshops. Der Tätigkeitsschwerpunkt von Rechtsanwalt Siegert liegt im Bereich Recht des Direktmarketings und Internationales Datenschutzrecht

Nähere Informationen sowie ein Formular für die Anmeldungen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Flyer.

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VBZV/VSZV-Seminar: „Anzeigengestaltung – Rechtliche Stolperfallen bei der Beratung des Anzeigenkunden“

Das VBZV/VSZV-Seminar „Anzeigengestaltung – Rechtliche Stolperfallen bei der Beratung des Anzeigenkunden“ für Mitarbeiter/innen in den Anzeigenabteilungen im Innen- und Außendienst findet statt am

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 10 bis 17 Uhr

VSZV-Geschäftsstelle, Excellent Business Center, Königstraße 26, 70173 Stuttgart

Weitere Einzelheiten zu der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm. Anmeldungen sind unter www.vszv.de/verlagsmitarbeiter oder mittels des ebenfalls beigefügten Bogens möglich.

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