VBZV-Newsleter 20/2017

 

I. Verlagswirtschaft

Roadshow „EU-Datenschutzgrundverordnung 2018 – Das ändert sich für Verlage“

Ab dem 25. Mai 2018 wird in Deutschland ein neues Datenschutzrecht gelten – zum einen die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), zum anderen das überarbeitete Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

Wir bieten unseren Mitgliedsverlagen die Teilnahme an insgesamt vier Roadshow-Workshops an, die wir zu den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und den daraus resultierenden Konsequenzen speziell für die Medienhäuser gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e. V. (BDZV) und den anderen Landesverbänden veranstalten.

Die Workshops finden an folgenden Terminen statt:

10. August in Hannover

20. September in Stuttgart

27. September in München

05. Oktober in Düsseldorf

Michael Siegert, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte Siegert und Keller, Freiburg, ist Referent bei allen vier Workshops. Der Tätigkeitsschwerpunkt von Rechtsanwalt Siegert liegt im Bereich Recht des Direktmarketings und Internationales Datenschutzrecht

Die Themen, die u. a. bei den vier Veranstaltungen jeweils auf der Agenda stehen, sind vielfältig:  

Anmeldungen unter www.zvakademie.de.

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II. Lesermarkt

Lehrermedientag der bayerischen Zeitungen am 22.11.2017

15 bayerische Zeitungsverlage werden am 22.11.2017 erstmalig einen bayernweiten „Lehrermedientag“ für Lehrkräfte anbieten. Er will Chancen und Risiken der digitalen Medien aufzeigen und die Relevanz von Qualitätsjournalismus veranschaulichen. Dabei soll die Rolle der Medien in der Gesellschaft und insbesondere in den Schulen im Vordergrund stehen. Vorträge, Workshops, Diskussionen und der Erfahrungsaustausch zwischen Pädagogen und Medienvertretern prägen das Programm.

„In Zeiten von Hate Bots, Fake News und Lügenpresse-Vorwürfen ist dieser Aktionstag wichtiger denn je“, so Markus Rick, Hauptgeschäftsführer des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger, der den Aktionstag koordiniert. „Um sich in der digitalen Welt zurecht zu finden, müssen Schüler heute über eine umfassende Medienbildung verfügen. Aber auch die Lehrkräfte müssen mit dem rasanten Medienwandel mithalten und ihn kompetent vermitteln können.“

Der Lehrermedientag wird von den einzelnen Tageszeitungen vor Ort ausgerichtet und von den Schulbehörden als Lehrerfortbildung gefördert und anerkannt. Angesprochen sind alle Lehrkräfte aller Schularten und aller Jahrgangsstufen, die Teilnahme ist kostenfrei. Die Schirmherrschaft hat der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle übernommen.

Die Anmeldungen für alle Veranstaltungen laufen zentral über die Datenbank der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen (FIBS). Weitere Informationen unter: www.lehrermedientag.de.

Die bayerischen Zeitungsverlage engagieren sich mit ihren „Zeitung in der Schule“-Projekten seit über 30 Jahren in der Medienbildung und Medienkompetenzvermittlung. Die Projekte fördern den kritischen Umgang mit Informationen und Nachrichten, insbesondere aber die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, sie auszuwerten, zu vergleichen und einzuordnen, um sich schließlich eine eigene, fundierte Meinung bilden zu können.

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III. Anzeigen

“Qualitätsoffensive Werbewirkung”:  ZMG unterstützt bei der Einführung einer freiwilligen Standardisierung von Werbewirkungsstudien

Werbekunden stehen vor dem Problem, dass ihnen mehrere Werbewirkungsstudien vorliegen und sie entscheiden müssen, welche Studien verlässliche Aussagen zur Wirkung von Medien machen. Doch ein Vergleich der Ergebnisse fällt schwer, wenn jede Studie einem anderen Aufbau folgt und nicht sofort Parallelen erkennbar sind, z.B.: ROI Modeling auf Basis von GfK-Haushaltspaneldaten vs. ROI Modeling auf Basis von Nielsen Ansatzdaten.  

Um diese gattungsübergreifende Problematik geht es bei der „Qualitätsoffensive Werbewirkung“, die einen neuen freiwilligen Standard bei der Dokumentation von Werbewirkungsstudien aller Mediengattungen einführen wird. Dies geschieht, damit die Qualität und Aussagekraft dieser Studien transparent und stets nachvollziehbar bleibt.

Dokumentiert werden soll auf freiwilliger Basis, anhand eines einheitlichen Schemas für deutsche Werbewirkungsstudien. So soll sichergestellt werden, dass bei Fragen von Werbekunden alle relevanten Qualitätskriterien guter Marktforschung nachvollziehbar, schnell auffindbar und aussagekräftig beantwortet werden.

Das Dokumentationsschema umfasst 23 Punkte. Neben einfachen Fragen zum Titel der Studie, Veröffentlichungsdatum, Auftraggeber oder Institute werden auch weitergehende Kriterien, wie Gewichtungsverfahren, Fusions- oder Analysetechniken erhoben.

Die ZMG, die künftig ihre Werbewirkungsuntersuchungsinstrumente (ZMG Media Monitor, Media OPAL, AnzeigenCopytests, Modelings, Eyetracking) nach dem standartisierten Schema dokumentiert, bietet ihre Unterstützung bei der Anwendung an.

Zu den Teilnehmern und Trägern der Initiative “Qualitätsoffensive Werbewirkung” gehören die Gattungen Außenwerbung, Kino, Online, Publikumszeitschriften, Radio, TV und Zeitungen sowie die Organisation Mediaagenturen (OMG) und die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM). Darüber hinaus haben sich Google und Facebook der Initiative angeschlossen.

Aktuell ist mit der Projektkoordination die Geschäftsstelle der ag.ma betraut. Ohne allerdings in die formalen Strukturen wie Vorstand, Arbeitsausschuss, Technische Kommission und Mitgliederversammlung eingebunden zu sein.

Die ZMG unterstützt die Zeitungsverlage indem sie die zentrale Werbewirkungsstudie der Zeitungen, den ZMG Media Monitor nach diesem Schema dokumentiert. Damit ist sichergestellt, dass Ausarbeitungen und Analysen zukünftig den Anforderungen der „Qualitätsoffensive Werbewirkung“ gerecht warden und das hohe Vertrauen der Werbekunden in die Trackings & Modelings weiterhin erhalten bleibt.

Für eher regionale Werbewirkungsstudien wie AnzeigenCopytests in Media OPAL – dem Servicetool von ZMG und delta Marktforschung - bieten wir den Kunden automatisierte Lösungen an, die sicherstellen, dass jede Kundenpräsentation der Verlage vor Ort sauber dokumentiert wird.

Quelle: Die Zeitungen, 03.07.2017

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IV. Aus den Verlagen

Neue Verlagsleitung für die Allgäuer Zeitung

Zum 1.Juli 2017 wurde beim Allgäuer Zeitungsverlag (AZV) die Positionen Verlagsleitung und Anzeigenmanagement neu geordnet.

Reiner Elsinger (51) übernimmt künftig die Schlüsselposition des AZV-Verlagsleiters, die den gesamten Werbe- und Lesermarkt im Allgäu sowie das komplette Produktmanagement umfasst.

Zugleich geht mit Reinhard Melder (61) der langjährige Kemptener Anzeigenleiter in Ruhestand. Er engagierte sich stolze 30 Jahre lang in der Anzeigenabteilung des AZV.

Erst als Berater, später als Verkaufsleiter. 2005 wurde der gelernte Industriekaufmann Chef der Anzeigenabteilung in Kempten.

Verantwortlich für das Anzeigenmanagement dort zeichnet künftig Thomas Merz. Der 43-jährige Marketingwirt gehört seit 1999 zum AZV und war zuletzt für die Bereiche Produktmanagement und PR-Veröffentlichungen zuständig.

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IV. Aus den Verbänden

Hendrik Wüst wird Verkehrsminister in NRW

Hendrik Wüst, Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes NRW (ZVNRW), hat am 29. Juni 2017 seine Tätigkeit für den Verband beendet. Der 41-Jährige ist zum Verkehrsminister in die neue NRW-Landesregierung berufen worden.

Christian DuMont Schütte, Vorsitzender des ZVNRW: „Wir gratulieren Herrn Wüst zu dieser neuen Aufgabe und wünschen ihm hierfür alles Gute und viel Erfolg. Herr Wüst hat die Arbeit des Verbandes in den vergangenen sechs Jahren wesentlich geprägt. Hierfür danken wir ihm ausdrücklich.“

Hendrik Wüst ist neben seiner Funktion im ZVNRW Geschäftsführer des Verbandes der Betriebsgesellschaften des NRW-Lokalfunks sowie der Pressefunk NRW GmbH & Co KG gewesen. Aus diesen Funktionen ist er ebenfalls ausgeschieden.

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Berufung des VDZ-Präsidenten in die neue NRW-Landesregierung
Dr. Stephan Holthoff-Pförtner wird Minister für Bundesangelegenheiten, Europa, internationale Beziehungen und Medien

Mit Anerkennung hat das Präsidium des VDZ auf die Berufung von VDZ-Präsident Dr. Stephan Holthoff-Pförtner zum Minister für Bundesangelegenheiten, Europa, internationale Beziehungen und Medienreagiert. Die Bitte des neuen Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, verdeutlicht die große politische und kommunikative Kompetenz sowie die Erfahrung des VDZ-Präsidenten, die er angesichts der großen Herausforderungen des bevölkerungsreichsten Bundeslands in die Regierungsarbeit einbringen kann.

Das VDZ-Präsidium dankt Holthoff-Pförtner für seine intensive Arbeit bei der Vertretung der Verlage in der Öffentlichkeit. „Er hat“, so VDZ-Vizepräsident Dr. Rudolf Thiemann, „die Aufgabe mit seiner hohen Präsenz bei den Mitgliedsverlagen sowie in der Politik aktiv gestaltet“. In seine Amtszeit fallen wichtige medienpolitische Erfolge der Verlage wie die Verabschiedung der GWB-Novelle, die den Verlagen mehr Kooperationsmöglichkeiten eröffnet, sowie die Entscheidung der EU-Kommission im Kartellverfahren gegen Google, so das Präsidium.

„Ich habe den VDZ in den vergangenen Monaten als einen hoch innovativen und immens schlagkräftigen Verband erlebt. Mein Dank gilt den Mitgliedern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, und den ausgezeichneten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern, die sich mit ganzer Kraft für unsere gemeinsamen Anliegen einsetzen“, so Holthoff-Pförtner. „Es fällt mir nicht leicht, das großartige Amt des Präsidenten abzugeben. Und mir ist bewusst, dass ich viele VDZ-Mitglieder mit dieser Entscheidung enttäusche. Ich bitte um Verständnis, dass ich den Ruf des neuen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten nicht ablehnen konnte.“ 

Bis zur nächsten Delegiertenversammlung führt das Präsidium den VDZ. Die kommenden Monate werden genutzt, um die Delegiertenversammlung im November vorzubereiten, in der das Präsidentenamt neu gewählt wird.

Quelle: VDZ, 29.06.2017

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